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Tönning : Schrottreifer Kutter aus dem Verkehr gezogen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mehrfach ist der Fischkutter „Aegir“ im Tönniger Hafen versunken, nun wurde er endgültig an Land geholt. Er soll nun abgewrackt werden.

Die Tage des betagten Fischkutters „Aegir“ im Tönninger Hafen sind gezählt. Gestern wurde er mit Hilfe von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr von seinem ursprünglichen Liegeplatz zur sogenannten Appelrampe an der Hafeneinfahrt verholt. Dort hob ein großer Autokran das Bug leicht an, so dass die Seilwinden eines Abschleppfahrzeugs das Schiff auf ein Stahlgerüst ziehen konnten.

„Erstmalig ist der Kutter im September 2016 gesunken, der Eigner setzte die Auflage, ihn wieder schwimmfähig zu machen, auch um“, sagte Karl-August Lorenzen vom Fachbereich Schadstoffunfallbekämpfung des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) Schleswig-Holstein. „Im Februar dieses Jahres wurde das Schiff an einen neuen Eigner verkauft und sank im September ein zweites Mal, woraufhin wir es wieder schwimmfähig gemacht haben. Eineinhalb Wochen später kam es erneut zu einem Wassereinbruch, es stellt eine stetig steigende Gefahr durch austretende Betriebsstoffe dar“, so Karl-August Lorenzen. Der Eigner aus dem süddeutschen Raum wurde mehrfach kontaktiert, kümmerte sich aber nicht um sein Eigentum. „Ein Gutachten hat einen Wert von null Euro ergeben, deswegen wird das Schiff nun der sachgerechten Verwertung zugeführt, also verschrottet“, erkläerte Karl-August Lorenzen. Damit verschwinde zwar ein alter Kutter aus dem Hafenbild, aber auch die Gefahr eines Ölunfalls.

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