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Neue Ausstellung im Multimar Wattforum : Schollen und Muscheln beziehen ihr altes Zuhause

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Umbau im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning macht Fortschritte. Übergroße Modelle von Kleintieren aus dem Watt und überarbeitete Schaubecken sollen dazu beitragen, den Standard der Einrichtung zu halten.

Im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning kommt der Umbau gut voran. Die ersten fünf Aquarien sind neu gestaltet. Das Gezeitenbecken hat einen Priel erhalten. Schollen, Seenadeln und Miesmuscheln haben ihr altes Zuhause wieder bezogen.

Auch in der Ausstellung hat sich schon einiges verändert. Die übergroßen Modelle der Kleintiere des Watts verdunkeln jetzt eine große Fensterwand. Neu hinzugekommen ist ein Bäumchenröhrenwurm (wir berichteten). Der neun Zentimeter lange Wurm wird im Nationalpark Wattenmeer leicht übersehen, im Multimar Wattforum ist er jedoch ein Riese, fast zwei Meter lang, mit einem großen Geflecht aus Tentakeln, die an der Spitze der Röhre herausragen. Nachgebaut wurde er mit Tausenden von Sandkörnchen und Bruchstücken von Muschelschalen. „Der Perspektivwechsel ist eine didaktische Leitlinie in unserer Ausstellung“, erklärt dazu der stellvertretende Leiter Eckehardt Bockwoldt. „Normalerweise steht man auf dem Wattboden über den Kleintieren, hier wechselt der Maßstab und man blickt zu diesen Tieren auf.“

Insgesamt sind im Eingangsbereich des Wattforums mehr als 20 solcher „Wattriesen“ zu sehen – an der Seitenwand genauso wie an der Decke. So erhalten die Gäste den Eindruck, in eine fremde Welt einzutauchen. Alle Modelle wurden im Laufe der vergangenen 15 Jahre von Jacqueline Christiansen aus Hamburg gebaut, so orginalgetreu wie möglich und außerordentlich robust. Denn alle können angefasst werden: Die Kiemenbüschel des Wattwurms fühlen sich weich an, während die Schale der Sandklaffmuschel hart ist, heißt es in einer Mitteilung

Im April soll die neue Ausstellung eröffnet werden. Die Aquarianer gestalten derzeit vier weitere Becken um. Und die Handwerker bearbeiten schon die ersten neuen Ausstellungselemente – riesige Holzwände mit vielen Fächern. Im Vortragsraum können die Gäste zusehen, wie die Elemente entstehen.

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