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Wettbewerb um Landessieg : Schönes Dorf: Rantrum im Finale

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Rantrum bewirbt sich um den Titel „Schönstes Dorf“. Die Bewertungskommission informierte sich zwei Stunden lang über den Ort. Gemeinde hat im Jahr 2000 schon einmal den Preis gewonnen.

Die fröhliche Kinderschar zeigte sich geduldig: Angetreten in mehreren Reihen, übten die 45 Lütten schon mal das Schwingen der selbstgebastelten Rantrum-Fähnchen und ließen das Begrüßungslied unter Beifall gleich mehrfach erklingen. An Zuschauern mangelte es nicht, Einwohner sowie Mitglieder verschiedener Vereine, Amtsvertreter Claus Röhe, Bürgermeister Horst Feddersen und mehrere Gemeindevertreter hatten sich eingefunden. Die erwarteten Gäste indes konnten ihren Zeitplan wegen des Vortermins in Klixbüll und der langen Anreise nicht ganz einhalten. Doch schließlich rollte der Sonderbus mit der Landeskommission zur Bewertung des Wettbewerbs „Schönes Dorf“ vor. Die Lütten legten sich voll ins Zeug und schmetterten ihr selbstgedichtetes Begrüßungslied.

Bereits im Jahr 2000 hatte die Gemeinde anlässlich des damaligen Wettbewerbs die Landesjury zu Gast. Damals waren die Prüfer sehr überzeugt – Rantrum erhielt den ersten Preis im Landeswettbewerb „Schönes Dorf“. Damals wie heute leitete Helga Klindt (Vorstandsmitglied der Akademie für die Ländlichen Räume) das Team – als einziges Kommissionsmitglied war damals und auch jetzt Dr. Volker Clauß mit dabei. Die übrigen Teilnehmer sind Mitglieder des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetags, der IHK, des Landfrauenverbands, des Landesjugendverbands, des Heimatbundes sowie des Landwirtschaftsministeriums. Hans-Peter Schweger (Direktor der VHS Husum) nahm seitens des Landesverbandes der Volkshochschulen als Jurymitglied teil.

Helga Klindt verriet zu Beginn: „Ich habe mich auf Rantrum gefreut.“ Teilnehmen durften alle politisch selbstständigen Gemeinden mit bis zu 3000 Einwohnern. „Wir sind dicht vor 2000 Bürgern“, sagte der Gemeinde-Chef in der Vorstellung des Dorfes. Clauß zeigte Verständnis für die Gemeinden im Lande: „Ich war selbst 15 Jahre lang ehrenamtlich in der Politik meiner Heimatgemeinde aktiv und weiß um die Probleme.“ Die Vorsitzende wies darauf hin: „Jede Gemeinde hat diesmal nur zwei Stunden Zeit.“ Während der Rundfahrt besichtigten die Jury den Markt-Treff und den Kindergarten, den alten Ortskern und das große Neubaugebiet. „Wir könnten zehn Euro mehr für den Quadratmeter nehmen, aber wir wollen junge Familien hierher bekommen“, sagte Feddersen. Die Schule im Ort wird von der Gemeinde selbst betrieben. Das Schwimmbad hatte einen enormen Zulauf – und sehr gut angenommen wurden auch das öffentliche Grillhaus und der neue Wohnmobilplatz.

Nach Ende der Bustour blieben noch 40 Minuten Zeit, die Gemeinde vorzustellen. Dabei zitierte Gemeinderat Hans-Jürgen Becker wiederholt aus Berichten unserer Zeitung. Die Gemeinde hatte sich erst kürzlich zur Teilnahme am Wettbewerb entschlossen, es entstand eine Hochglanzmappe zur Präsentation.

In der Gemeinde sind 44 Vereine und Organisationen beheimatet, sämtliche Infrastruktur wird vorgehalten – unter anderem 79 Senioren- und zwölf Jugendwohnungen. Neben Eichenallee, Baumkirche, drei Windparks, Reithallen, Museum, Markttreff, Landarztpraxis und einer schlagkräftigen Feuerwehr, die gerade erst ein großes Allrad-Einsatzfahrzeug bekommen hat, sind Jugendzentrum, Wohnmobilplatz, Kultur- und Sporthalle mit Restaurant vorhanden. Stark beeindruckt zeigte sich die Kommission auch von den ehrenamtlichen Leistungen in der Gemeinde – angefangen vom Anbau am Feuerwehrhaus, auch den Senioren wird vom DRK und dem Sozialverband ein umfangreiches Programm angeboten. Der hauptamtliche Jugendbetreuer Jesper Steffen stellte sein Programm vor und sprach von etwa 20 Tagesgästen. Meike Feddersen berichtete ausführlich über Kindergarten und Schule sowie die dortigen Betreuungsangebote. Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Gemeinde sei gut, „gerade lassen wir eine Versicherung prüfen, denn wir wollen seitens der Gemeinde die Haftpflicht für alle Vereine übernehmen“, so Horst Feddersen.

Das Schlusswort der Vorsitzenden der Kommission Helga Klindt: „Ich habe mich gefreut, mal wieder hier zu sein. Wir wurden sehr umfassend informiert.“ Nun warten die Rantrumer auf das Ergebnis. Wird es der Gemeinde gelingen, erneut Landessieger zu werden?

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