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Planungen beginnen : Schöne Aussichten für Friedrichstadt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Heute beginnt die zweite Phase des bundesweiten Wettbewerbs Zukunftsstadt 2030. Die Auftaktveranstaltung findet am 2. Mai in der Ehemaligen Synagoge statt.

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erstellt am 01.Apr.2017 | 11:00 Uhr

Nun ist es endlich im Rathaus eingetrudelt – das lang ersehnte Schreiben des Bildungsministeriums. Darin wird noch einmal bestätigt, dass Friedrichstadt es beim bundesweiten Wettbewerb Zukunftsstadt in die zweite Phase geschafft hat. Und vor allem wird darin bekanntgegeben, wann diese Phase beginnt: und zwar am 1. April.

Er sei sich sicher, dass das kein Scherz ist, sagt Bürgermeister Eggert Vogt augenzwinkernd. „Jetzt können wir endlich richtig mit den Planungen loslegen“, erklärt Stadtmanagerin Annika Müller, die jetzt von 32 Stunden auf eine Vollzeitstelle wechselt. 16 Monate, bis zum 31. Juli 2018, hat das Team Zeit, um sämtliche Vorhaben umsetzungsreif zu gestalten. Dafür werden der Kommune 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Das Geld ist aber ausschließlich für planerische Maßnahmen gedacht. Es darf nicht verwendet werden, um eine Parkbank oder ein Hinweisschild anzuschaffen“, betont Vogt. Konkret investieren und Pläne umsetzen dürfe man erst in Phase drei, für die sich Friedrichstadt erneut bewerben muss. „Und der Zuschlag für Phase drei wäre wirklich ein Sechser im Lotto“, sagt die für Friedrichstadt zuständige Mitarbeiterin Sandra Rohde vom Amt Nordsee-Treene. Dann werden den verbleibenden acht Städten jeweils 650  000 Euro zur Verfügung gestellt.

Immerhin hat sich das Holländerstädtchen unter rund 250 Kommunen aus ganz Deutschland im ersten Vorentscheid durchgesetzt und mit 51 Gemeinden die erste Etappe zum großen Ziel Zukunftsstadt erfolgreich gemeistert. In der jetzigen Phase sind noch insgesamt 20 Kommunen dabei. Friedrichstadt gehört zwar nicht zu den ursprünglichen Gewinner-Städten, hat mit seinem Konzept aber so überzeugt, dass es vom Bildungsministerium für einen Nachrückerplatz nominiert wurde. „Wir sind die absolut kleinste Stadt im Wettbewerb“, berichtet Vogt nicht ohne Stolz. Aus Schleswig-Holstein ist neben Friedrichstadt nur noch Norderstedt mit von der Partie.

Auf die Stadtplanerin und ihre Mitstreiter kommt jetzt eine ganze Menge Arbeit zu. Sie muss die Planungen vorantreiben, sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern und vor allem die Bürger motivieren, sich in die Planung mit einzubringen. „Es ist eine Herausforderung, wirklich alle Bürger mitzunehmen“, sind sich Vogt und Müller einig. „Denn das, was wir gerade machen, ist sehr viel Theorie.“ Der Unterschied zur ersten Phase sei, dass sich die Friedrichstädter jetzt gezielt für ein Projekt engagieren können, so Müller.

Wichtiger Eckpfeiler ist außerdem die Begleitung durch die Hamburger Hafen-City-Universität. Wissenschaftler und Bewohner sollen sich gemeinsam an einen Tisch setzen und sich mit der Frage beschäftigen, wie die Stadt von morgen aussieht. „Das ist eine einmalige Chance, hier wirklich etwas zu bewirken“, erklärt Bürgermeister Vogt.

Was in den kommenden Monaten passiert und wie die Einwohner des Holländerstädtchens mitwirken können, das erläutert Annika Müller am 2. Mai bei einer Auftaktveranstaltung, die ab 19 Uhr in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge stattfindet.

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