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500.000 Euro für den Netzausbau : Schnelles Glasfasernetz für Sollwitt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Ausbau des schnellen Glasfasernetzes in Sollwitt kostet knapp 500.000 Euro. Mehr als 16 Kilometer Kabel werden verlegt. Wenn alles klappt, können die ersten Bürger schon vor Weihnachten blitzschnell im Netz surfen.

Jetzt macht es sich bezahlt, dass beim Leitungsbau zwischen den beiden Windparks Löwenstedt und Sollwitt bereits an an die Zukunft gedacht worden ist, es wurden gleich Leerrohre für Glasfaserkabel mit verlegt. Ein kluger Schachzug, schließlich ist Löwenstedt die erste Gemeinde im südlichen Nordfriesland, die von der Bürger-Breitband-Netzgesellschaft (BBNG) mit dem zukunftssicheren Glasfaserkabelnetz ausgestattet worden ist. Dort können mittlerweile die Einwohner superschnell im Internet surfen und erreichen dabei Datenübertragungsraten, von denen so mancher Städter nur träumt. Hinzu kommt, dass dort auch noch freie Spitzen zur Verfügung stehen, also wenn künftig weitere Dienste über das Netz angeboten werden, diese auch ohne Qualitätseinbußen eingespeist werden können. Von den Leerrohren profitiert die Gemeinde Sollwitt. Die 2,4 Kilometer von Löwenstedt Ostenau bis zum ersten Haus auf Sollwitter Gebiet waren schnell überbrückt, da die Glasfaserstränge quasi nur in die vorhandenen Leerrohre eingeschossen werden mussten. Eigentlich wäre Sollwitt aber noch gar nicht mit dem Glasfasernetz-Ausbau an der Reihe, doch der Bürgerwindpark Sollwitt finanziert den Ausbau vor, der immerhin rund 490.000 Euro kostet. Eine Summe, die die Gemeindekasse allein nicht hätte stemmen können. Daher haben bereits vor knapp vier Wochen die Arbeiten begonnen. Bürgermeister Thomas Hansen gelang es, 78 Prozent der Sollwitter für einen Anschluss zu begeistern. „Die 80 Prozent habe ich leider nicht geschafft“, sagt er, weist jedoch darauf hin, dass ein späterer Anschluss zwar möglich, aber besonders im Außenbereich natürlich auch dementsprechend teurer sein werde.

Erstaunt zeigt sich der Bürgermeister, dass nahezu alle älteren Einwohner auf den Glasfaserzug gesprungen sind, während er nicht verstehen kann, „dass vorwiegend das Mittelalter, die 30- bis 40-Jährigen, darauf verzichten wollen.“ Problematisch sieht er es auch bei Familien, die kleine Kinder haben. „Spätestens wenn die Lütten in die Schule kommen, dann benötigen sie doch das schnelle Netz“, ist der Gemeinde-Chef überzeugt.

Wenn das Wetter mitspielt, so Thomas Hansen, dann könnten die ersten Sollwitter bereits vor Weihnachten blitzschnell im Netz unterwegs sein. Und er macht auch denjenigen, die bislang nicht mitmachen noch Hoffnung. „Wer sich noch kurzfristig entscheidet, ehe die Bagger am Haus vorbeigezogen sind, der kann noch zu den üblichen Konditionen angeschlossen werden. Danach allerdings“, so Hansen, werde es deutlich teurer, besonders im Außenbereich, denn dorthin würden nur bei Bedarf Leitungen verlegt.

Bis alle Einwohner über den schnellen Internetzugang verfügen, müssen zusammen 16,4 Kilometer Glasfaserstränge verlegt sein. Neben den 2,4 Kilometern von Löwenstedt nach Sollwitt weitere rund 1000 Meter zum Ortsteil Pobüll. Dabei geht es auch unter der vielbefahrenen B 200 hindurch. Bis zur Gemeindegrenze von Behrendorf kommen nochmals 4,1 Kilometer hinzu. Letztendlich werden dann zusammen rund neun weitere Kilometer im Rahmen der Hausanschlüsse verlegt.

In Sollwitt selbst sind im Toft bereits die ersten Leerrohre vergraben. Auch der Sockel für das Multifunktionsgehäuse, der regionalen Schaltzentrale des Breitbandnetzes, ist schon aufgestellt.

Für Bürger, die sich noch einen Anschluss sichern wollen, besteht dazu am Dienstag (28.) und Donnerstag (30.) jeweils ab 18.30 Uhr in der Gaststätte Erichsen die Möglichkeit. Vertreter der Bürger-Breitband-Netzgesellschaft nehmen dort Beitrittserklärungen entgegen.

 

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erstellt am 26.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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