Unfall auf der B 202 : Schnell vor Ort: Zwei Menschen gerettet

Mit dem Feuerwehr-Kran wird das Fahrzeug aus dem Graben geborgen.
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Mit dem Feuerwehr-Kran wird das Fahrzeug aus dem Graben geborgen.

Zwei junge Männer kamen mit ihrem Cabrio in Höhe Kotzenbüll von der Fahrbahn ab und landeten im wassergefüllten Graben.

shz.de von
12. April 2018, 13:17 Uhr

Er ist der größte Feuerwehr-Kran-Rüstwagen im ganzen Land – und sein schneller Einsatz rettete am Mittwochabend zwei jungen Männern das Leben.

Ein 20-jähriger Nordfriese und sein gleichaltriger Beifahrer waren gegen 22 Uhr auf der B 202 von Garding kommend in Richtung Tönning unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet das dunkelblaue Renault Megane-Cabrio in Höhe der Gemarkung Kotzenbüll nach rechts von der Fahrbahn ab und landete kopfüber in einem wassergefüllten Graben. Beide Insassen wurden bei dem schweren Aufprall eingeklemmt.

Die zentrale Rettungsleitstelle Nord in Harrislee löste großräumig Alarm aus, aus Tönning und Garding eilten Rettungswagen des Landkreises sowie der Notarzt aus Tönning zur Unfallstelle. Zudem wurde Vollalarm für die Feuerwehren in Tönning und Garding ausgelöst.

Dramatisch: Minutenlang mussten die Retter die Unfallstelle suchen, denn das verunfallte Fahrzeug lag unbeleuchtet und kopfüber unterhalb der Bundesstraße. Dabei war höchste Eile geboten. Die beiden Männer waren eingeklemmt und das Fahrzeug lief kontinuierlich voll Wasser. Zusätzlich herrschten Temperaturen von drei Grad und ein eisiger Wind.

Vor Ort ordnet Feuerwehr-Einsatzleiter Dr. Stefan Klützke aus Tönning den sofortigen Einsatz von Schleswig-Holsteins größtem Feuerwehrkran an. Nur durch diese rasche Entscheidung wurde das Leben der beiden Fahrzeuginsassen gerettet. Während der gesamten Rettungsaktion stand der Notarzt in ständigem Kontakt mit den beiden jungen Männern, die schließlich in die Rettungswagen verbracht, dort versorgt und anschließend ins Westküstenklinikum Heide verlegt wurden. Am Unfallfahrzeug entstand Totalschaden. Die Polizei musste die B 202 anderthalb Stunden lang voll sperren.

Insgesamt im Einsatz waren aus Tönning 30 Feuerwehr-Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen und aus Garding unter Leitung von Timo Kier 22 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen. Dr. Stefan Klützke: „Es hat perfekt geklappt; es war ein einzigartiges Zusammenspiel aller am Einsatz Beteiligten.“

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