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Husumer Nachrichten

19. November 2017 | 22:51 Uhr

Husum : Schmierereien sind ein Riesenproblem

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Männer des Kommunalen Servicebetriebs Husum kommen mit dem Streichen und Reinigen von beschmierten Bänken und Wartehäuschen seit einigen Monaten nicht mehr hinterher.

von
erstellt am 06.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Nach Feierabend ist noch alles in Ordnung –  doch am nächsten Tag  sind die frisch gestrichenen Bänke wieder  mit Farbe  beschmiert. Für die 35 Mitarbeiter des Kommunalen  Servicebetriebs Husum (KSH)  bedeutet  die Sisyphus-Arbeit Frust –  für die Storm-Städter und ihre Gäste bleiben  unschöne Anblicke und   die Motivation weiterzugehen, statt sich auf eine  Bank zu setzen. „Es ist  seit zwei bis drei Monaten ein Riesenproblem“, sagt ein verärgerter Thomas Leißner.

Der KSH-Teamchef  berichtet auf Anfrage unserer Zeitung, dass  zurzeit  „oft immer ähnliche   kryptische Wörter oder  Buchstabenfolgen“  nicht nur auf Bänken, beispielsweise im Schlosspark, auf Spielplätzen  und im Stadtwald Mauseberge, sondern auch  an zahlreichen Wartehäuschen von Bushaltestellen – wie beim Wohngebiet Norderschlag –  zu finden seien.   Aber auch im Dockkoog unter dem  auf Betonpfählen gebauten Café-Holzhaus gebe es Schmierereien sowie  an der Kleikuhle im gesamten Fußgängertunnel.

„Wir können es nicht schaffen, besonders nicht, wenn fast alles sofort wieder beschmutzt wird. Außerdem haben wir noch Urlaubszeit und  nicht genügend Leute zur Verfügung.“ Ein Fall wird aber  vordringlich behandelt: Die Fußgängerbrücke über der Bundesstraße 5 an der   Messehalle, die   mit farbigen Schlagwörtern  verunstaltet worden ist, soll  vor der Eröffnung der  Husum Wind  am  12. September sauber sein. „Das macht doch sonst keinen guten Eindruck“, findet  Thomas Leißner. Mit einem Spezialmittel und  einem hartborstigen Schrubber werden KSH-Mitarbeiter diese „Verzierungen“ unsichtbar machen.

Sind alle wieder an Bord,  wird der Chef wahrscheinlich bis zu zwei Männer nur für die Aktion „Weg mit den Schmierereien“ abstellen müssen.   Denn  es sind zeitaufwändige Arbeiten: sowohl das Streichen als auch das Entfernen der Farbklecksereien  mit Spezialschwämmen  vom Glas der Schutzhäuschen an Bushaltestellen. Hoffnung, dass die Täter dieser Sachbeschädigungen gefasst werden, hat  Thomas Leißner nicht: „Die kommen ja  in der Dunkelheit.“

Doch Anzeige gegen Unbekannt werde in allen Fällen erstattet,   ist aus dem Gebäudemanagement zu erfahren.   Denn sollte jemand erwischt werden, ist es  möglich,  ihn  auch mit  anderen Delikten zu konfrontieren. In 2017 hat  diese Art der Sachbeschädigung  die Stadt  bisher etwa 4500 Euro gekostet.

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