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Sporttipps für Husums Bewegungspark : Schlosspark wird zum Fitnesszentrum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Trimm-Dich-Pfade waren früher – heute sprießen landesweit wetterfeste Trainingsgeräte für Ausdauer, Kraft und Mobilität aus dem Boden.

In den 1970er Jahren schwappte eine Fitness-Welle übers Land. Vielerorts entstanden Trimm-Dich-Pfade, meist in Naherholungsgebieten am Ortsrand oder in ortsnahen Wäldern – wie etwa in den Mildstedter Tannen. Die Olympischen Spiele 1972 in München hatten der zwei Jahre zuvor gestarteten Gesundheitskampagne des Deutschen Sportbundes starken Auftrieb verschafft. Doch als der Boom abebbte, wucherten vielerorts Balken und Reckstangen schnell zu und vergammelten.

Der Trimm-Dich-Pfad der Gegenwart heißt Bewegungspark mit wetterfesten Trainingsgeräten für Ausdauer, Kraft und Mobilität. Statt auf Holzpflöcken auf und ab zu hüpfen, stellt man sich heutzutage auf den „Stepper“. Aber Klimmzüge gehen noch so wie früher. Die nagelneue Anlage in Husum, erst Anfang Juni ihrer Bestimmung übergeben, hat die besten Voraussetzungen, dass ihr ein ähnliches Schicksal erspart bleibt. Denn am Eingang zum Schlosspark in der Erichsenstraße gleich neben dem Klinikum Nordfriesland gelegen, haben die Verantwortlichen den acht Sportgeräten einen recht prominenten Standort zugewiesen. Außerdem gibt es im benachbarten Krankenhaus immer Patienten, die ein bisschen Reha-Sport verordnet bekommen.

Initiiert vom Seniorenbeirat, wurde das Vorhaben von Klinikum, Tourist-Info, TSV Husum und Volkshochschule unterstützt. Die Aktiv-Region Südliches Nordfriesland hat sich an der Finanzierung beteiligt (wir berichteten).

Christian Freude, Studioleiter im Fitnesscentrum Husum, hat die Anlage jetzt für die Husumer Nachrichten getestet. Das Wichtigste seines Fazits vorweg: „Insgesamt ist mit den Geräten ein sinnvolles Ganzkörper-Training möglich“, urteilt der 35-jährige Sport- und Fitness-Kaufmann. Man kann sowohl etwas für Ausdauer und Kraft als auch für die Körpermobilität tun.

Wenn man einen gewissen Fitness-Level erreicht hat, ist aber auch Schluss, schränkt er ein. Denn die Schwierigkeitsgrade an den Geräten, die teilweise Mehrfachfunktionen haben, lassen sich technisch nicht steigern. Das ist aber auch nicht so wichtig, denn jenen, für die die Anlage konzipiert ist, geht es hauptsächlich um Bewegung an sich.

Der Trainingsumfang ist individuell von Alter, Gewicht und körperlicher Verfassung abhängig. Pauschal empfiehlt Christian Freude Einsteigern zwei Parcours-Durchgänge mit etwa 15 Wiederholungen pro Übung, Fortgeschrittenen drei Durchgänge mit bis zu 20 Wiederholungen. Man darf es aber auch nicht übertreiben; wenn man nicht mehr kann, ist die Belastungsgrenze eben erreicht. Und: „Bei Einsteigern reichen 45 Minuten Training voll und ganz“, so der Experte.

Wichtig: Ausreichend trinken, auch wenn einem nicht gleich der Schweiß von der Stirn tropft. Bevor man mit den Übungen beginnt, sollte man sich gründlich aufwärmen. Das geht am besten auf Ausdauergeräten, etwa dem Fahrrad. Jeder kann es locker angehen lassen, aber zehn Minuten Warm-up sollten es schon sein.


Christian Freude, Studioleiter im Fitnesscentrum Husum gibt Tipps für Übungen im neuen Bewegungspark.

Nordic-Walker An diesem Gerät nehmen Sie eine gerade Körperhaltung ein. Übungen sind alleine oder zu zweit möglich. Durch die Griffhaltung werden in geringem Maß auch die Arme ins Training einbezogen.

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Fahrrad/Stepper Dieses Gerät hat eine Doppelfunktion. Das Fahrrad bietet kaum Widerstand beim Treten, ist daher ideal zum Aufwärmen geeignet. Der Stepper ist anspruchsvoller. Damit trainieren Sie Po und Oberschenkel.

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Walker Der Walker ist gut für Hüfte, Beine und Po, auch für den Rücken. Sie stehen in aufrechter Haltung auf dem Gerät. Die Beine sind durchgestreckt.

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