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Rückgang im Tourismus-Geschäft : Schlechtes Wetter verhagelt die Bilanz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Winter war lang, das Frühjahr kühl und nass, es kamen weniger Gäste nach St. Peter-Ording. Die Umsatzerlöse der Tourismus-Zentrale gingen um 14,1 Prozent im ersten Halbjahr 2013 zurück. Doch dank des guten Sommers wurde aus dem Minus ein Plus.

In der Sitzung des Finanzausschusses der Gemeinde St. Peter-Ording ging es noch einmal um die Finanzierung des Kaufpreises des Grundstückes für das neue Parkhaus (Parkpalette) im Ortsteil Bad. Auch ein Nachtraghaushalt zur Finanzierung der Neuregelungen des Nutzungsgestattungsvertrags mit dem Deich- und Hauptsielverband Eiderstedt war Thema (wir berichteten). „Ich fasse es einmal kurz zusammen“, sagte Sitzungsleiter Horst Fischer. Da der Ausschussvorsitzende Richard-Flohrs Richardsen und sein Stellvertreter Hans Burmeister nicht anwesend waren, übernahm Fischer als ältestes Mitglied des Gremiums den Vorsitz. Weder ein Kredit noch ein Nachtragshaushalt seien notwendig. Der Kaufpreis liege bei 500 000 Euro. Die Summe des Kaufpreises für das Grundstück hängt nun noch von der Bewertung durch den bestellten Gutachter ab. Zur Erklärung, weshalb es keinen Nachtragshaushalt geben müsse, gab Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier an, es sei ohnehin in der Haushaltsplanung eine Summe zum Ankauf von öffentlich zu entwickelnden Flächen vorgesehen.

Bürgermeister Balsmeier stellte anschließend den Halbjahresbericht der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording vor. Das Ergebnis für das erste Halbjahr 2013 ist demnach alles andere als berauschend. Schuld ist der lange Winter und das kühle und nasse Frühjahr. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsatzerlöse um 14,1 Prozent oder gut 604 000 Euro. Gravierendere Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Fremdenverkehrsabgabe, der Kur- und Tageskurabgabe, den Parkentgelten, der Strandkorbmiete, bei der Dünen-Therme und bei den Kurmittelleistungen. Dem standen im Aufwandsbereich Steigerungen bei den Energiekosten durch den langen Winter, die eingeplante Erhöhung bei den Personalkosten und die Steigerung der betrieblichen Aufwendungen gegenüber. So ergab sich ein Verlust von knapp 296 000 Euro.

Allerdings sprach Balsmeier dabei von einem „Jammern auf hohem Niveau“, denn tatsächlich hätten der sonnenscheinträchtige Juli und auch der August die negative Tendenz wieder umgekehrt. Aus einem deutlichen Minus habe so ein deutliches Plus erwachsen können. Die grundsätzlich positive Lage lasse sich auch von dem Minus der Dünen-Therme, das durch die umfangreichen Baumaßnahmen entstanden war, nicht verdrängen.

Auch der Jahresabschluss 2012 der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording wurde vorgestellt. Laut Bericht der Treurat, einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Kiel, wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 502 000 Euro ausgewiesen. 2011 waren es 511 000 Euro gewesen. Die Umsatzerlöse haben sich um 583 000 Euro auf 10,7 Millionen Euro erhöht. Laut Bericht geht diese Steigerung im Wesentlichen auf die Fremdenverkehrsabgabe zurück, während die Erlöse im Bereich Dünen-Therme und Sauna bedingt durch den im Mai des Berichtsjahrs begonnenen Umbau zurückgingen. Der Personalaufwand stieg um 83 000 Euro auf 4,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,9 Prozent und erreicht damit die Vorgabe der Verordnung.

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erstellt am 13.Okt.2013 | 07:00 Uhr

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