Projekt "Zeitung in der Kindertagesstätte" : Schiff aus Zeitungspapier gebastelt

Gemeinsam beratschlagen die Kinder,  was sie als nächstes angehen wollen. Foto: fänger
Gemeinsam beratschlagen die Kinder, was sie als nächstes angehen wollen. Foto: fänger

Wattwürmer und Schulis des Pellwormer Kindergartens lassen ihrer Fantasie beim Zikita-Projekt freien Lauf

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02. März 2013, 09:00 Uhr

Pellworm | Die jüngsten Zeitungsleser auf Pellworm können noch gar nicht lesen, deswegen lassen sie lesen. Beim Besuch des Kindergartens wurde der Pressevertreter bereits mit Spannung erwartet. Zwölf Wattwürmer, so heißen die Jüngsten, vier Schulis, das sind die Kinder, die im laufenden Jahr eingeschult werden, und die Kindergartenleiterinnen Elvira Herrig und Anne Schulz, liebevoll Elvira und Anne genannt. Alle haben sich auf eine Reportage vorbereitet, die die Lütten - weil sie ja noch nicht schreiben können - in Form einer Aufführung "rüber bringen".

Eine Informationswand mit Zeitungsausschnitten, handgeschriebenen Überschriften mit ergänzenden Texten aus den jüngsten Ausgaben der Tageszeitung und Pressemeldungen haben die Nachwuchs-Journalisten liebevoll mit den beiden Leiterinnen des Horts aufbereitet. Es ist offensichtlich, dass alle mit viel Freude das Bildungsprojekt des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages "Zikita" (Zeitung in der Kindertagesstätte) nutzen.

Schließlich schreiten die Schulis zur Tat. Aus einer Zeitung haben sie ein Schiff gefaltet. Der Kapitän des Papier-Kreuzers geht mit seinen Matrosen an Bord. Außerhalb des Hafens gerät das Schiff in Not und verliert einen Mast, symbolisiert durch die abgerissene Spitze des Schiffes. Das Schiff fährt weiter und gerät auf ein Riff. Das dabei entstehende Leck reißen die Kinder kurzerhand aus der Seitenwand des Papierdampfers. Das Schiff sinkt. Eine Tauchmannschaft, die nach dem Havaristen sucht, findet schließlich nur noch das Hemd des Kapitäns. Es gleicht den Kleidungsstücken, die die "Matrosen" bei ihrer Vorführung tragen. Das Material: Zeitungspapier mit vielen Druckzeilen und bunten Fotos drauf. - Können Nachrichten spannender sein? Kein Wunder, dass auf Pellworm bereits die, die noch gar nicht lesen können, stets der neuesten Ausgabe der Husumer Nachrichten entgegen fiebern.

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