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Theodor-Schäfer-BerufsbildungswerK : Schicke Kleidung für die Auszubildenden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Gut angezogen für wenig Geld: Im TSBW in Husum gibt es einen eigenen Second-Hand-Shop. Gespendete Sachen werden gegen einen geringen Obulus abgegeben – und in der eigenen Schneiderei pasend gemacht.

Anja (22) hilft Zarah, ihrer gleichaltrigen Arbeitskollegin im Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk (TSBW), in den violetten Samtblazer. Die Ärmel sind zwar ein wenig zu lang, aber das kann leicht geändert werden. Die beiden jungen Frauen erörtern ein paar modische Gesichtspunkte und Anja schlüpft dann noch fix in eine attraktive, blau gemusterte Strickjacke. So recht kann sich noch keine der beiden für eines der favorisierten Stücke entscheiden. Aber das ist gar nicht so schnell nötig, denn der Second-Hand-Shop liegt auf dem TSBW-Gelände und ist ausschließlich den Auszubildenden der Einrichtung vorbehalten.

„Alle Bekleidungsstücke im Second-Hand-Shop sind von Mitarbeitenden gespendet worden. Die Auszubildenden können sie für wenig Geld erwerben“, so die Schneidermeisterinnen und Ausbilderinnen Renate Bahr und Silke Marxen. „Denn ein kleiner Obolus fördert die Wertschätzung.“ Und es sei ja nicht nur so, dass die jungen Menschen gut aussehen wollen, ab und zu müssten sie das auch: „Viele haben nur ein sehr knappes Budget zur Verfügung, aber für Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche oder für den Abschlussball soll es gern ein besonderes Kleidungsstück sein.“

Anja ist im zweiten Ausbildungsjahr zur Änderungsschneiderin. Sie hat sich erst kürzlich eine Hose und ein schickes Shirt gekauft: „Das sind meine Lieblingssachen geworden“, sagt sie stolz. Auch Zarah – im dritten Ausbildungsjahr zur Maßschneiderin – hat sich zwei Oberteile gegönnt und zunächst einmal in stiller Vorfreude beiseite gelegt. Beide wollen auch im Alltag bei der Arbeit gut aussehen: „Die Sachen, die ich hier gekauft habe, habe ich ins Herz geschlossen und ziehe sie gern an“, sagt Anja. Und wer sich gut angezogen fühlt, tritt sicher auf und strahlt mehr Selbstbewusstsein aus.

Renate Bahr und Silke Marxen wünschen sich, dass der Second-Hand-Shop noch besser angenommen wird, denn die Auswahl ist riesig: Anzüge, Krawatten und Hemden für junge Herren, Winter- und Übergangsjacken, Hosen, Pullis und Strickwaren für die Damenwelt, Gürtel und Schuhe, Handtaschen und Tücher. Nur eine Umtauschmöglichkeit, die gibt es dabei nicht.

Dafür sind Änderungen kein Problem: In der den Mitarbeitenden vorbehaltenen Änderungsschneiderei kann alles kürzer, länger, enger oder weiter gemacht werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen wiederum den Auszubildenden zugute – unter anderem in solchen Fällen, wenn die Erfüllung eines Wunsches ganz besonders dringend oder notwendig ist.

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erstellt am 15.Mär.2016 | 21:00 Uhr

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