Friedrichstadt : Schandfleck soll verschwinden

Das Gelände des ehemaligen Autohauses Friedrichstadt soll neu bebaut werden.
Das Gelände des ehemaligen Autohauses Friedrichstadt soll neu bebaut werden.

Die Bauausschuss-Mitglieder hoffen auf einen baldigen Abriss des ehemaligen Autohaus-Gebäudes.

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13. Juli 2018, 13:00 Uhr

Eine ganze Reihe von Baumaßnahmen standen diesmal auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bau, Planung und Denkmalpflege. Schon in seinem Bericht ging der Ausschussvorsitzende Burkhard Beierlein auf interessante Projekt ein. So brachte er den Ausbau des Fahrradweges zur Sprache. Hierfür hätten sich inzwischen umfangreiche Akten gesammelt. „Der Fahrradweg ist in einem sehr schlechten Zustand“, stellte der Vorsitzende klar. Eine Sanierung sei schon längst fällig und unumgänglich. „Ich hoffe und wünsche es mir, dass die Arbeiten nach den Sommerferien losgehen.“

In seinem Bericht ging er auf ein weiteres heißes Eisen ein. So hätte das leer stehende Gebäudes des ehemaligen Autohauses Friedrichstadt schon längst abgerissen werden sollen. Doch derzeit hätten noch die Juristen das Wort, die noch einige Unebenheiten klären müssten. „Dass sich der Abriss so hinauszieht, liegt nicht an uns“, stellte Beierlein unmissverständlich klar. „Ich hoffe, dass dieser Schandfleck so schnell wie möglich abgerissen und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Angriff genommen werden kann.“ Der Vorsitzende sprach sich dafür aus, dass noch in diesem Jahr eine Vorplanung in Angriff genommen werden sollte. „Es wäre schön, wenn die Vorplanungen im kommenden Jahr umgesetzt werden könnten.“ Doch zu dem Gesamtkonzept auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Friedrichstadt gehört auch die Errichtung einer neuen Sporthalle und ein Schulanbau. In diese Planungen müsste die Stadt Tönning als Schulträger eingebunden werden. Weiter verwies er darauf, dass bei der alten Sporthalle eine Sanierung nicht möglich ist. Nach kurzer Diskussion wurde der Auftragsvergabe einstimmig zugestimmt.

Während der Sitzung mussten die Stadtvertreter aber auch einen vor zwei Jahren aufgestellten Beschluss wieder einkassieren. Ursprünglich war vorgesehen, das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Gelände der ehemaligen Eidermühle zu errichten. „Doch davon haben wir inzwischen Abstand genommen“, so Beierlein.

Große Probleme bereitet derzeit der Lärmschutzwall im Neubaugebiet hinter der Realschule. Bei dieser Diskussion wurden unterschiedliche Auffassungen über den Sinn der Maßnahme deutlich. So stellte ein Einwohner den Lärmschutzwall in Frage. „Der Bewuchs auf dem Wall hat mit Lärmschutz nichts zu tun“, lautete der Vorwurf. Doch das eigentliche Problem ist, dass der Schutzwall immer mehr absackt. So sei dieser inzwischen einen Meter flacher geworden. „Wir müssen der Sache auf den Grund gehen und Gegensteuern“, lautete das Fazit des Vorsitzenden.

Auch die Sanierung der Spundwand des Treenebades stand auf der Agenda der Sitzung. „Sie ist in einem sehr schlechten Zustand, da müssen wir eingreifen“, lautete die Ansage des Vorsitzenden. Nach den derzeitigen Plänen soll allerdings die Spundwand verkürzt werden. „Im Gegenzug wollen wir damit den Sandstrand verbreitern.“ Spätestens im Herbst sollen die Arbeiten beginnen, kündigte Beierlein an. Auch hierfür gab es eine ungeteilte Zustimmung.




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