Attraktives Rantrum : Sattes Plus im Haushalt

20 weitere Bauplätze im B-Plan 8 für die Gemeinde Rantrum: Bürgermeister Horst Feddersen kann sich wieder über ein Neubaugebiet freuen.
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20 weitere Bauplätze im B-Plan 8 für die Gemeinde Rantrum: Bürgermeister Horst Feddersen kann sich wieder über ein Neubaugebiet freuen.

Die Einwohnerzahl Rantrums steigt innerhalb von drei Jahren um 140 auf 1775 an. Eine intakte Infrastruktur und Neubaugebiete sind die Ursache dafür. Die Gemeinde investiert auch in den Ausbau der Krippenplätze.

shz.de von
12. Januar 2015, 16:00 Uhr

Bereits 45 Minuten nach Sitzungsbeginn waren alle zehn Tagesordnungspunkte der jüngsten Gemeinderatssitzung abgearbeitet und auch die Haushaltssatzung 2015 verabschiedet. Allen 13 Kommunalpolitikern stimmten für den Haushalt. Bürgermeister Horst Feddersen (SPD) bekundete: „Ich denke , dass wir mit diesem Haushalt einiges bewirken können. Rantrum befindet sich im Aufwind.“

Ein Blick auf die Einwohnerzahlen belegt, dass Rantrum als Wohnort sehr attraktiv ist. Die Zahlen steigen kontinuierlich. Lebten dort 2011 insgesamt 1635 Einwohner, zählte die Gemeinde 2012 bereits 1663, in 2013 dann 1743 und 2014 nunmehr 1775 Einwohner. Mit dazu beigetragen hat ganz erheblich eine intakte Infrastruktur und die Ausweisung von Neubaugebieten. Gerade erweitert wird das nächste Neubaugebiet – und bereits im Vorwege gab es mehr Bewerber als zu verkaufende Grundstücke. Auch eine Nachmittagsbetreuung in der Schule weist auf eine flexible Gemeinde hin, die auf ihre Einwohner zugeht.

Im Haushalt 2015 werden die Erträge auf 3.109.200 Euro und die Aufwendungen auf 2.869.200 Euro festgesetzt. Damit ergibt sich ein dickes Plus von 240.000 Euro. Im Finanzplan werden die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit auf 2.544.400 Euro und die Auszahlungen in diesem Bereich auf 2.579.300 Euro festgesetzt. Hinzu kommen Einzahlungen aus der Investitions-tätigkeit und der Finanzierungstätigkeit mit 1.230.600 Euro und Auszahlungen in diesem Bereich von 909.500 Euro. Die Steuersätze betragen aktuell: Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) 380 Prozent, Grundsteuer B (Grundstücke) 400 Prozent und Gewerbesteuer 380 Proznet.

Der Amtskämmerer vermerkte in seinem Bericht: „In dem weiteren Baugebiet befindet sich der neu eröffnete Markt-Treff, der die Nahversorgung der Gemeinde sicherstellt. Außerdem wird das Baugebiet B-Plan 8 um einen dritten Bauabschnitt erweitert. Es werden etwa 20 weitere Bauplätze geschaffen.“

Die seit 1991 eigenständige Schule hat einen Zuschussbedarf von 407.600 Euro. Für Kindergärten zahlt Rantrum 2015 insgesamt 279.100 Euro. Es wird noch eine weitere Kinderkrippe eröffnet. Im Bereich der Jugendbetreuung engagiert sich die Gemeinde besonders. Dort wird mit einem Aufwand von 45.000 Euro gerechnet. Das Schwimmbad erfordert einen Zuschussbedarf von 17.300 Euro. Nach aktuellen Planungen belastet der Markt-Treff mit einem Betrag von 11.700 Euro den Haushalt. Die genauen Zahlen müssen aber noch abgewartet werden. Die seit 2009 als Eigenbetrieb geführte Sport- und Kulturhalle erzielt regelmäßig Unterschüsse. Für 2015 muss mit 36.900 Euro gerechnet werden.

An Einnahmen werden für 2015 erwartet: Grundsteuer A 24.600 Euro, Grundsteuer B 231.200 Euro, Gewerbesteuer 451.300 Euro, anteilige Einkommensteuer 540.800 Euro, anteilige Umsatzsteuer 10.600 Euro, Hundesteuer 18.200 Euro, Schlüsselzuweisungen 494.000 Euro. Dagegen stehen Ausgaben: Umlage für Landkreis 588.300 Euro, Amtsumlage 281.000 Euro, Gewerbesteuerumlage 82.000 Euro.

Unter anderem sind folgende Investitionen geplant: Anbau der Krippenplätze 145.000 Euro, Anbau an das Schwimmbad 31.000 Euro, Kleinwindanlage für das Klärwerk 31.000 Euro, Gemeindebus 30.000 Euro, Erschließung B-Plan 8, dritter Bauabschnitt 450.000 Euro, Endausbau B-Plan 4, dritter Abschnitt 50.000 Euro – was aus den Grundstücksverkäufen finanziert wird.

Landschafts- und Städteplaner Frank Reichardt teilte unterdessen auf der Sitzung mit, dass er seine Firma aufgrund seiner Erkrankung an den Dipl.-Ingenieur Michael Mäurer abgegeben habe. Mäurer wird das Planungsbüro zum Februar übernehmen und verlegt den Sitz nach 25 Jahren aus der Gemeinde Wester-Ohrstedt nunmehr nach Husum. Der Bürgermeister berichtete zudem, dass die betreuten Schulkinder jetzt statt im Kindergarten direkt in der Schule essen.

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