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Bundestagswahl in Nordfriesland : Satter Vorsprung: Liebing holt Direktmandat

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ingbert Liebing hat es wieder geschafft: Der CDU-Bundestagsabgeordnete holte im Bundestagswahlkreis Nordfriesland/Dithmarschen-Nord das Direktmandat. Während die SPD aus der Talsohle heraus ist, stürzten die Liberalen ab.

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erstellt am 23.Sep.2013 | 07:00 Uhr

Großer Erfolg für Ingbert Liebing (50) und seine Christdemokraten: Der Sylter Bundestagsabgeordnete errang gestern zum dritten Mal in Folge das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Nordfriesland/Dithmarschen-Nord, und zwar mit klarem Abstand vor seinem schärfsten Herausforderer, dem Husumer Sozialdemokraten Matthias Ilgen (29). Auch die CDU behauptete sich als stärkste politische Kraft.

Ingbert Liebing bekam gestern 64 677 Erststimmen (49,8 Prozent). Damit verbesserte er sein Ergebnis von vor vier Jahren um 6,6 Prozent. Matthias Ilgen trat erstmals im Wahlkreis 2 an und erreichte 41 710 Erststimmen (32,1 Prozent). Das sind immerhin 4,2 Prozent mehr als sein Vorgänger bei der Wahl 2009.

Ilgen ging gestern Abend davon aus, dass er über die Landesliste seiner Partei ebenfalls in den Bundestag einzieht. Die weiteren sechs Bewerber um das Direktmandat in Nordfriesland und Dithmarschen-Nord spielten bei der Entscheidung keine Rolle. Das beste Ergebnis erreichte noch der Bundestagsabgeordnete der Bündnis-Grünen, Arfst Wagner, mit 8465 Erststimmen (6,5 Prozent). Er wird nicht wieder im Bundesparlament vertreten sein.

Spürbare Verschiebungen in der Wählergunst gab es bei den über die Sitzverteilung im Bundestag entscheidenden Zweitstimmen. 56 383 Nordfriesen und Dithmarscher setzten ihr Kreuz bei der CDU, die damit auf 43,4 Prozent kam. Das sind 6,9 Prozent mehr als vor vier Jahren. Auch die SPD konnte kräftig zulegen. Sie kam auf 38 591 Stimmen und 29,7 Prozent (plus 5,2 Prozent).

Einen regelrechten Absturz erlebte die FDP. Sie erhielt 8319 Stimmen. Das entspricht 6,4 Prozent gegenüber 17,2 vor vier Jahren. Federn lassen mussten auch die Grünen. Sie erreichten 10 547 Stimmen und damit 8,1 Prozent (2009: 11,4). Während die Piraten mit 2414 Stimmen (1,9 Prozent) stagnieren, verlor die Linke gestern an Boden – 5730 Stimmen entsprechen 4,4 Prozent. (2009: 6,7). Die Alternative für Deutschland (AfD) kam aus dem Stand auf immerhin 4964 Stimmen (3,8 Prozent).

Auf dem absteigenden Ast bleibt die Wahlbeteiligung. Sie lag gestern mit 185 650 Wahlberechtigten nur bei 70,8 Prozent (2009: 72 Prozent).

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