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Deichschau auf Eiderstedt : Sanierung von Strandüberfahrt geplant

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Zugang zum Ordinger Strand soll verbreitert und mit einem angemessenen Bürgersteig versehen werden. Das war ein Thema der Eiderstedter Deichschau. Eine weitere Station war der Tümlauer-Koog. Der Außendeich dort nun endlich auch erhöht werden.

„Treibsel werden wir beim Deichbau auch künftig als Baumaterial verwenden. Der Einsatz hat sich schon bewährt“, erklärte Stefan Möller bei der Herbstdeichschau im Bereich des Deich- und Hauptsielverbandes Eiderstedt. Allerdings nur, wenn das Material im Sinne des Abfallgesetzes aufgearbeitet, das heißt, weitestgehend von Plastikresten befreit und geschreddert ist, machten der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), Dr. Johannes Oelerich, und LKN-Baubetriebsleiter Möller deutlich. Dass sich die Verwendung bereits bewährt hat, wurde in einigen Abschnitten deutlich. Dort wurde der Deichfuß außendeichs im vergangenen Jahr mit Treibsel verfüllt, um die Schäden durch so genannte Kantenfluten auszubessern. Heute ist die Verfüllung bereits von einer dichten Grasschicht bewachsen.

Der Einbau von Querlahnungen im Bereich des Grothusenkoogs hat sich bewährt. Die Lahnungen führten zu einer Stabilisierung des Priels, erklärte Möller. Er kündigte den Ausbau weiterer deichnahen Lahnungen an. „Überall, wo wir Vorland halten können, tun wir das“, machte Oelerich deutlich. In Bereichen, wo sich der Lahnungsbau nicht bewährt hat, werde man dagegen wahrscheinlich nicht weiter tätig. Einsparungen und der in den kommenden Jahren geplante Stellenabbau beim LKN lasse das nicht zu. In Bezug auf Lahnungs– und Buhnenbau mache man sich Gedanken darüber, ob man nach dem Abbau alter Buhnen die Flächen nicht als Ausgleich für anderweitige Bauprojekte nutzen könne. Allein 400 dieser Bauwerke vor den Inseln Föhr, Amrum und Sylt sind abbruchreif.

Am Ehstensiel berichtete Möller über die große Bauwerksprüfung. Dafür wurde das Siel trocken gelegt. Dabei zeigte sich, dass das gemauerte Sielbauwerk in einem Top-Zustand ist. „Das Außentief bereitet hier wenig Probleme, allerdings wollen wir die Spülwirkung in den kommenden Jahren noch verbessern“, kündigte der Baubetriebsleiter an.

„Wir warten seit Jahren, dass hier etwas passiert“, mahnte Halke Voß am Deichsiel im Tümlauer-Koog. Wieder erwartete der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde mit etlichen Mitstreitern die Deichschaukommission. Gerade nach den Veröffentlichungen des Welt-Klimarats mit der Ankündigung eines noch höheren Anstiegs des Meeresspiegels sei eine Deichverstärkung unbedingt erforderlich. In der im vergangenen Jahr aktualisierten Fassung des Generalplans Küstenschutz sei die Deichverstärkung für den Tümlauer-Koog mit berücksichtigt, machte Oelerich deutlich. Und, „die Planungen laufen, allerdings werden wir mit dem Bau nicht vor 2016 beginnen können“. Anlegemöglichkeiten für Boote im Sielbereich würden geprüft. „Das, was für das Anlegen sinnvoll ist, werden wir auch machen.“

„Wir müssen den Übergang zum Strand vernünftig gestalten, die Straße muss saniert werden“, betonte Möller an der Überfahrt zum Ordinger Strand in St. Peter Ording. Die Straße fällt in den Zuständigkeitsbereich des LKN. Die Kosten für den Bau einer Verbreiterung und eines angemessen Bürgersteigs allerdings müssten sich LKN und Gemeinde teilen. „Eine Sanierung ist für 2015 angepeilt“, kündigte Möller an.

In Westerhever forderte Bürgermeister Olaf Dircks eine Wiederaufnahme der Vorlandarbeiten und die Einstufung von Deichverstärkungen im Generalplan Küstenschutz in die erste Priorität.

Am Lundenbergharder Siel kündigte Dieter Schultz, der zuständige Baubetriebsleiter beim LKN für diesen Abschnitt an, dass 2014 im Rahmen einer großen Bauwerksprüfung die Anschlagstore erneuert werden. Am Ende der Schau waren sich die Teilnehmer darin einig, dass sich die Deiche in einem wehrhaften Zustand befinden.

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