Marode Sporthalle : Sanierung kostet 765.000 Euro

Unter anderem muss das asbesthaltige Dach der Sporthalle erneuert werden.
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Unter anderem muss das asbesthaltige Dach der Sporthalle erneuert werden.

Der Schulverband Ostenfeld debattierte über die Sporthalle, deren Sanierung rund 765.000 Euro kosten wird. Allein der Innenbereich verschlingt gut 400.000 Euro, weil auch die Verkabelung erneuert werden muss.

shz.de von
03. Juni 2014, 12:00 Uhr

Längere Zeit wurde in der jüngsten Sitzung des Schulverbandes über die Sanierung der Schulsporthalle Ostenfeld debattiert. „Wir hatten zwei Begehungen“, berichtete Vorsteherin Jutta Rese, „und mit dabei war der Planer Harm Krieger. Wir haben uns auch die Rantrumer Sporthalle angesehen und konnten dabei in Augenschein nehmen, wie Umkleideräume mit integriertem WC aussehen.“ Hinsichtlich der Hallensanierung bilanzierte sie: „Der Hallenfußboden ist noch in Ordnung, wichtig sind die Sanitärinstallationen und Malerarbeiten. Im Bereich Elektro muss eine komplette Verkabelung vorgenommen werden.“ Veranschlagt wurde schließlich der Preis für den kompletten Innenbereich der Sporthalle vom Ingenierbüro Harm Krieger mit 400.000 Euro. Auf Nachfrage bezifferte die Verbandsvorsteherin den jährlichen Heizölverbrauch mit „locker 30.000 Liter“. Auch die Arbeiten im äußeren Hallenbereich werden viel Geld verschlingen – veranschlagt sind hierfür 265.000 Euro. Es sind Risse im Mauerwerk zu beseitigen und das asbesthaltige Dach muss erneuert werden. Verbandsmitglied Gunnar Belbe-Krokowski fragte nach Fördergeldern, doch noch, so Jutta Rese, gebe es keine Zusagen. Die Bewirtschaftungskosten betrugen im Jahre 2013 insgesamt 47.000 Euro.

2900 Euro hat die Reparatur einer Bodenreinigungs-Maschine gekostet. Nicht wie angenommen das Getriebe war defekt, sondern um die Antriebswelle hatte sich ein Metalldraht gewickelt, wie in einer Fachwerkstatt festgestellt worden war.

„Ich habe gehört, dass Kinder alleine in der Sporthalle spielen und auch Geräte ausräumen. Angesichts dieser Vorkommnisse müssen wir jetzt zu der Regelung kommen, dass die Sporthalle abgeschlossen wird und dies von den Übungsleitern auch überprüft wird“, stellte Jutta Rese fest. Schulleiterin Maren Roloff sagte auf entsprechende Nachfrage des anwesenden TSV-Vorsitzenden Bernd Petersen, „dass spielende Kinder und herausgeräumte Geräte vornehmlich montags angetroffen werden.“ Nach der neuen Regelung dürfte das nun wohl nicht mehr vorkommen. Clever gehandelt hat die Schulverbands-Vorsitzende in einem anderen Fall: Die Halle wurde an eine Firma, die Sportbekleidung verkauft, vermietet. Diese Tatsache erwies sich segensreich für die TSV-Jugendarbeit, wie Bernd Petersen feststellte. Einnahmen von 200 Euro darf er nun verwenden. Neben dem Schulgebäude ist der Schulverband auch für die große Sporthalle und das Schwimmbad zuständig. Dort läuft der Badebetrieb seit dem 10. Mai. Bei der Mathemeisterschaft haben zwei Drittklässler auf Kreisebene den siebenten Platz belegt, Schulsieger an der Ostenfelder Otto-Thiesen-Schule wurde Thorge Pilch aus Wittbek. Einige Klassen haben zwischenzeitlich einen Ausflug ins Archäologische Museum Albersdorf unternommen – und gleich 90 Eltern nahmen am Elternabend mit dem Thema heterogenes Lernen teil. „Wir haben uns mehrfach als Ausbildungsschule beworben“, berichtete die Schulleiterin, „aber keine Zuweisungen bekommen.“

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