Garding : Sanierung der Kirche geht weiter

Amtsvorsteher Christian Marwig, Bürgermeister Richard Merkner, Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt und Pastor Thomas Knippenberg (v. l.) heißen Sternsinger und Gäste willkommen.
Amtsvorsteher Christian Marwig, Bürgermeister Richard Merkner, Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt und Pastor Thomas Knippenberg (v. l.) heißen Sternsinger und Gäste willkommen.

Beim Gardinger Neujahrsempfang informieren Bürgermeister und Pastor über die Vorhaben in diesem Jahr. Unter anderem sollen noch zwei Millionen Euro in die Kirche investiert werden.

shz.de von
08. Januar 2018, 07:00 Uhr

Wie es sich für eine solche Veranstaltung gehört war der Neujahrsempfang von Stadt, Kirchspiel und Kirchengemeinde Garding von Rück- und Ausblicken geprägt. Traditionell begann er mit einem Gottesdienst in der St.-Christian-Kirche. Anschließend waren die zahlreichen Besucher ins Gemeindehaus zu Klönschnack und Suppe eingeladen. Auch die fünf Gardinger Sternsinger, die dieser Tage in der Stadt und in den Heverbund-Gemeinden unterwegs waren, machten ihre Aufwartung. Sie versahen das Gemeindehaus mit der traditionellen Inschrift 20 C+M+B 18 („Christus segne dieses Haus“).

Pastor Ralf-Thomas Knippenberg eröffnete den Reigen der Reden. „Das Gerüst an der Kirche ist weg, aber trotzdem sind noch Reparaturen in Höhe von zwei Millionen Euro an Dach und Fach von Nöten.“ Zudem hat ein Holzsachverständiger einen Befall des Gebälks im Glockenturm mit dem gestreiften Nagelkäfer festgestellt, was dazu führte, dass zurzeit nur eine Glocke geläutet werden darf. Die alte Bücherei und die Hausmeisterwohnung gegenüber der Theodor-Mommsen-Schule werden abgerissen, um Platz für einen Kindergarten-Anbau zu schaffen. Beim Essen in Gemeinschaft fehle es an Aktiven, warb Knippenberg um neue Helfer. Der Garten des Gemeindehauses wurde an das Tetensstift verkauft. Es sollen dort barrierefreie Wohnungen errichtet werden.

Dann war Gardings Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt an der Reihe. Für sie war das vergangene Jahr ereignisreich und gut, denn der unermüdliche Einsatz von Politik und Verwaltung habe die Stadtentwicklung sinnig vorangetrieben. Dazu gehöre auch die Umgestaltung des Stadtparks. Die Tourismusinformation sowie die Stadtbücherei am Marktplatz würden von Einheimischen und Gästen sehr rege angenommen. An die 12.000 Menschen hätten von den Mitarbeiterinnen im vergangenen Jahr Auskünfte und Dienstleistungen erhalten. Neue Veranstaltungen wie Bürgerflohmarkt, Biertage und Kunstausstellungen lockten zum Teil tausende von Menschen in die Stadt. „Wir stellen fest: Der Anfang ist gemacht, die Altstadt wieder mit Leben zu erfüllen“, so die Bürgermeisterin.

Auch die Baumaßnahmen waren Thema. Die Sanierung der B 202 und die katastrophale Ausschilderung sei nicht wegzudiskutieren und habe Anwohner und Gewerbetreibende belastet, so Kummerscheidt. Desweiteren wurde das neue Pflegeheim an der Tatinger Straße eingeweiht. Der langersehnte Discounter sowie ein Fachmarkt seien im Bau. Das neue Gewerbegebiet an der Bundesstraße nehme langsam Formen an, und auch die Erschließungsarbeiten für das Wohngebiet hinter der ehemaligen Berufsschule seien in vollem Gange. Außerdem werden Investoren auf dem Gelände der Bodewaldtschen Fenne eine Reetdachhaussiedlung, Friesenhäuser und bezahlbare Mietwohnungen errichten lassen.

Erstes Ziel in diesem Jahr sei es, eine Barrierefreiheit für Senioren und Menschen mit Handicap rund um den Markt zu schaffen, so Kummerscheidt. Durch Geburtenzuwachs und Zuzüge junger Familien sei man angespornt, die Stadt als Wirtschaftsstandort auszubauen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Der Ausbau des Kindergartens sei dringend notwendig, auch zur Sicherung des Schulstandortes Garding.

Zu den Rednern gehörte auch Amtsvorsteher Christian Marwig sowie Richard Merkner, Bürgermeister von Kirchspiel Garding. Er berichtete vom Verkauf des letzten Baugrundstücks und dem nun anstehenden Straßenbau im Baugebiet. Außerdem wurden die Wege im Kirchspiel saniert.

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