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St. Peter-Ording : Sandiger Wegweiser zur Kunstschau

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine riesige Eistüte aus Sand wirbt auf der Buhne von St. Peter-Ording für die große Sommer-Ausstellung in der Strandkorbhalle. Sie wird am 1. Juli eröffnet.

Das Geheimnis des seit einigen Tagen in Planen verhüllten Sandhaufens auf dem „grünen Hügel“ am Dünen-Hus in St. Peter-Ording ist gelüftet. Bildhauerin Sigrid Stegemann ist dabei, aus dem Sand-Lehmgemsich eine große Sandskulptur herauszuarbeiten. Ihr Handwerkszeug sind Spaten, Wasserwaage, Spachtel und Sandstriegel. Unschwer ist wohl eine Eistüte zu erkennen. Die Idee für diese Auftragsarbeit ist von ihr. Was es damit unter anderem auf sich hat, tut ein Schild kund: Sandskulptur „Das Eis schmilzt“. Gleichzeitig wirbt sie für die Kunstausstellung „De Tiet de löppt – 50 Jahre St. Peter-Ording“ in der Strandkorbhalle Hungerhamm im Ortsteil Ording hin, die am Sonnabend, 1. Juli, um 16 Uhr eröffnet wird.

Und das soll sie auch noch in den nächsten Wochen, denn die mittlerweile sechste Sommerausstellung in Folge der Kunstinitiative St. Peter-Ording (Kispo) läuft bis zum 10. September. Der Untertitel erinnert an die Fusion der Dörfer St. Peter und Ording am 1. Januar 1967. Grund war damals der Bau des Meerwasserwellenbades zur weiteren Entwicklung des Kur- und Badeortes. Und „De Tiet de löppt“, das zeigt sich gerade in letzter Zeit in St. Peter-Ording. So bietet dieser eher scheinbare Rückblick auf 50 Jahre eventuell die Möglichkeit einer Zäsur zum Innehalten, vielleicht gar zum Nachdenken.

Ein Anliegen der beiden Kuratoren Peter Bothe und Bernd Nielsen ist dabei insbesondere, sichtbar und bewusst zu machen, wie sich der Blickwinkel der Künstler von damals zu heute verändert hat. Im Grundsatz sind es eher idyllische einerseits und kritische Zugangs- und Darstellungsweisen zum Thema andererseits. Beide Perspektiven ergänzen einander und sorgen für eine der Ausstellung innewohnende lebendige Spannung.

Viele Eiderstedter und norddeutsche Künstler sind mit ihren Werken vertreten, allen voran Otto Beckmann und Hans-Ruprecht Leiß, aber auch Dieter Staacken, Frauke Petersen, Manuel Knortz, Raimund Behrend, Britta Eilering, Wolfgang Groß-Freytag, Ulla Knütel und Gunda Schütt sowie der Kölner Künstler Anno Matthias Henke und seine Mutter Annegrete Henke-Reinarz. Außerdem sind Exponate aus der Bildersammlung der Gemeinde und aus privaten Sammlungen zu sehen.

In den Vorjahren zeichnete der Kispo-Vorsitzende Thomas Bartram für die Planung, Organisation und Durchführung verantwortlich. Dieses Mal ist die Ausstellung ein Pilotprojekt des Vereins mit den Kuratoren Peter Bothe und Bernd Nielsen. Durch sie konnten Kooperationspartner wie Eckard Kloth für die Gemeindegalerie St. Peter-Ording und Sandiek Westerhever, die Sandskulpturenwerkstatt von Lars und Gunda Schütt, gewonnen werden. Über sie ist der Kontakt zu Sigrid Stegemann erfolgt. Tourismus-Zentrale und Gemeinde St. Peter-Ording haben die Kunstausstellungen seit Beginn möglich gemacht und unterstützt. Ein erstes Resümee aber haben Thomas Bartram, Bernd Nielsen und Peter Bothe schon gezogen: „Für uns war die Zeit von März bis heute ein interessantes und harmonisches Miteinander. Jetzt sind wir voller Erwartung auf die Eröffnung.“

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