Oldenswort : Sabine Schulz stellt aus

Sabine Schulz mit ihrer Arbeit „Lightness“.
Sabine Schulz mit ihrer Arbeit „Lightness“.

Ihre Arbeiten sind noch bis zum 20. Juli im Oldensworter Treffpunkt zu sehen.

von
15. Juli 2018, 20:00 Uhr

Eine ganzheitliche Beziehung zu Steinen hat Sabine Schulz. Seit sie in einem Workshop die Grundlagen der Punktmalerei (Dot-Painting) kennen lernte, versieht sie die Oberflächen ausgewählter Exemplare mit Ornamenten aus Farbtupfern und verleiht ihnen so eine besondere Ausdruckskraft. Inspiriert wird sie entweder durch die Formen und Oberflächen ihrer Objekte oder durch Eindrücke des Alltags und der Natur. Unter dem Titel „Am Anfang war der Punkt…“ stellt sie gegenwärtig einen Querschnitt ihrer Arbeiten im Oldensworter Treffpunkt aus.

Alle Exponate sind nicht nur die Ergebnisse filigraner Arbeiten, sondern auch von „Dialogen“ zwischen der Künstlerin und ihren Objekten. „Ich drücke meine Gefühle in Farben aus.“ Die unterschiedlich gestalteten „Wegbegleiter“ tragen Titel, wie Augenblick, Fisch, Frieden, Traumpfade, Feuervogel oder Sunshinedrops – je nachdem, welche Botschaft sie zum Ausdruck bringen sollen. Ergänzend dazu hat Sabine Schulz für jedes Kunstwerk einen kurzen Begleittext verfasst. „Gibt man der Intuition ein paar Farben in die Hand, werden Gefühle bunt und berühren die Seele“, heißt es zu dem Stein „Lightness“, der Leichtigkeit symbolisieren soll. Zentrales Merkmal des mit hellen Farbpunkten gestalteten Motivs ist ein Mandala. „Die kreisförmigen Anordnungen der Punkte in lichten Farben sollen den Betrachter anregen, den Moment wahrzunehmen und sich zu zentrieren“, so das Credo der Tönninger Neubürgerin. Zur Ausstellung gehören auch kleine Bilder, die sie ebenfalls auf diese Art mit Acrylfarben gestaltet hat.

„Diese Technik stammt von den Aborigines“, berichtete Sabine Schulz in einem Gespräch. Deren Absicht sei es gewesen, damit Botschaften zu verschleiern, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Mit Tönen aus dem traditionellen Instrument dieser australischen Ureinwohner, einem Didgeridoo, begrüßte Karola Schulze die Besucher der Vernissage. Die Vorsitzende des Förderverein des Treffpunkts wünschte ihnen eindrucksvolle Momente.

Die Steinobjekte und Bilder werden noch bis zum 20. Juli ausgestellt. Die Galerie und das Café des Hauses sind geöffnet: montags bis sonnabends 11 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Mittwochs ist Ruhetag.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen