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Nur wenige Einsätze : Ruhig – aber alles andere als leise

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ausgesprochen ruhig, aber nicht unbedingt leise verlief der Jahreswechsel in Husum. Die Polizei musste nur ganze 13 Einsätze fahren. Aber dafür wurde offenbar mehr als in den Vorjahren geknallt.

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erstellt am 01.Jan.2016 | 18:26 Uhr

Für viele Tiere ist es die schlimmste Nacht des Jahres, für die meisten Menschen dagegen ein Freudenfest – auch wenn am Ende doch nur wieder die bittere Erkenntnis steht, wie schnell die Zeit vergeht. „Diese Silvesternacht war wirklich außergewöhnlich ruhig“, fasste der Wachhabende des Tagesdienstes in Husum den Übergang vom alten zum neuen Jahr aus polizeilicher Sicht zusammen. Auf Nachfrage – die vergangenen Jahreswechsel waren alle recht ruhig verlaufen –, strich er dann zwar doch das Wörtchen „außergewöhnlich“, doch angesichts der Einsatzlage hätte er es auch ebenso gut stehen lassen können. Immerhin musste die Polizei in Husum und Umland, dem neben Friedrichstadt, Schwabstedt, Ohrstedt, Viöl und Hattstedt auch ein Teil der Halbinsel Eiderstedt angehört, nur etwa Zweidrittel der Vorjahres-Einsätze fahren. In absoluten Zahlen: Zwischen 18 Uhr am Silvesterabend und 6 Uhr am Neujahrstag rückten die Ordnungshüter ganze 13 Mal aus, um Streit zu schlichten oder angesichts brennender Mülltonnen Schlimmeres zu verhindern. Doch nichts von alledem sei „weltbewegend“ gewesen, fasste der Wachhabende die Chronologie der Ereignisse am anderen Morgen zusammen.

Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, waren in der Silvesternacht dennoch mehr Polizisten im Einsatz als an „normalen Arbeitstagen“. Ein Wachhabender und fünf Streifenwagen-Besatzungen bildeten die zwölfstündige Schicht. Und wenngleich sich in den Einsatzprotokollen nichts Außergewöhnliches niederschlug, erfüllte auch dieser Jahreswechsel wieder gängige Klischees. So mussten die Beamten zwei Mal eingreifen, um Personen zu trennen, die sich vor lauter Freude auf 2016 in die Haare geraten waren. Außerdem – auch das gehört offenbar dazu – gingen einmal mehr Müllcontainer und Briefkästen in Flammen auf.

Dessen ungeachtet war es auch für die Feuerwehr eine insgesamt ruhige Nacht – oder besser gesagt, eine „ohne besondere Vorkommnisse“, wie sie Wehrführer Jürgen Jensen korrekterweise bezeichnete. Kurz nach Mitternacht mussten die Blaujacken ausrücken, um den Rettungsdienst zu unterstützen und mit ihrer Drehleiter eine Person zu bergen. Und gegen 1.30 Uhr brannte – na, was wohl – ein Müllcontainer, der jedoch schnell gelöscht werden konnte. „Für uns ist es natürlich prima, wenn die Nacht so ruhig verläuft“, sagte Jensen, der natürlich auch schon ganz andere Jahreswechsel erlebt hat.

Seine feinsinnige Unterscheidung zwischen einer Nacht „ohne besondere Vorkommnisse“ und einer „ruhigen Nacht“ deckt sich allerdings mit der allgemeinen Beobachtung, dass bei diesem Jahreswechsel nicht nur besonders viele Feuerwerkskörper „verpulvert“ worden sind, sondern dass dies – jedenfalls zum Teil – auch noch bis tief in die Nacht hinein geschah.

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