Bürger-Information : Rufbusse für Nordfriesland

In Nordfriesland sollen Rufbusse von August an zunächst im Norden und im Süden eingeführt werden.
In Nordfriesland sollen Rufbusse von August an zunächst im Norden und im Süden eingeführt werden.

Auch in Nordfriesland soll das Modell „Bei Anruf Bus“ Realität werden. Anregungen von Bürger können sich hierzu im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu Wort melden.

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27. Februar 2018, 11:00 Uhr

Der Kreis Nordfriesland lädt alle Interessierten zu einer kreisweiten Veranstaltungsreihe ein, die heute, 19 Uhr, in der Kurverwaltung auf Nordstrand (Schulweg 4 ) startet. „Zentrales Thema ist die Einführung des Rufbussystems“, erklärt Landrat Dieter Harrsen. „Wir wollen ins Gespräch kommen und Ideen zur Verbesserung der Planungen aufnehmen.“ Ein Beispiel sei die Frage, wo noch Haltestellen fehlten. Landrat Harrsen zufolge ist die Mobilität der ausschlaggebende Faktor bei der Frage, ob Menschen im Alter in ihren Heimatgemeinden wohnen bleiben können.

Im August will der Kreis im Norden und Süden Nordfrieslands Rufbusse einsetzen – der Bereich NF-Mitte folgt im August 2019. Dann sollen die kleineren Gemeinden nicht mehr nur durch den Schülerverkehr, sondern auch durch diese Busse an ihre jeweiligen zentralen Orte angebunden werden. Fahrgäste müssen diesen Service mindestens eine Stunde vor der im Fahrplan angebotenen Fahrt telefonisch vorbestellen, denn der Rufbus kommt nur bei Bedarf und hält wie ein Linienbus an den ausgeschilderten Haltestellen.

„Mit dem Rufbus werden in einigen Gebieten deutlich mehr Fahrten als bisher angeboten“, erläutert Anne-Kathrin Marggraf, die ÖPNV-Fachfrau in der Kreisverwaltung. Gemeinsam mit Burkhard Jansen, dem Leiter des Fachbereiches Kreisentwicklung, Bau, Umwelt und Kultur, und ihrem Kollegen Momme Zuppelli wird sie eine „Tournee“ durch das Kreisgebiet unternehmen. Die Termine ihrer Veranstaltungen sind im Internet Nordfriesland.de/Rufbus zu finden.

Auch auf den Hauptverkehrslinien wird der Kreis das Angebot verbessern. Dort sollen die Busse mindestens im Zwei-Stunden-Takt fahren – und zwar nicht nur an Werktagen, sondern auch an Wochenenden, in der Schulzeit ebenso wie in den Ferien. Sogar neue Linien werden entstehen: etwa im Bereich Neukirchen-Klanxbüll.

Allerdings kosten die Neuerungen viel Geld: Momentan rechnet die Verwaltung mit Mehrausgaben im siebenstelligen Bereich. Burkhard Jansen: „Deshalb sind wir darauf angewiesen, dass der Rufbus sinnvoll genutzt wird. Jahrelange Defizite kann der Kreis sich kaum leisten.“

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