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Mittleres Eiderstedt stolz auf Rufbus : Rufbus-Pilotprojekt auf einem guten Weg

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Arbeitsgemeinschaft Mobilitätsangebot im Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt zieht positive Bilanz.

von
erstellt am 21.Jul.2017 | 13:00 Uhr

„In den ersten 3 Monaten haben wir mehr als 400 Fahrgäste befördert, weit überwiegend Einheimische mit breiter Altersstreuung von 10 bis 81 Jahre,“ berichtet Ralf Hinrichsen, Busunternehmer aus Tönning. Er ist für die Organisation und Durchführung der Rufbus-Fahrten im Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt verantwortlich.

Das erste Resümee der AG Mobilität, die die Einführung dieses neuen Mobilitätsangebotes ehrenamtlich unterstützt, fällt in einer Pressemitteilung positiv aus. Mit diesem großen Zuspruch nach so kurzer Zeit habe niemand gerechnet. „Als nächstes müssen wir eine Informationsplattform für Touristen schaffen. Es gibt beispielsweise in Tönning und St. Peter-Ording reichlich Potenzial, unsere Gäste zu einer Entdeckungsreise des Mittleren Eiderstedt zu motivieren“, sagt Carolin Kühn, aus der Tourismusmarketing Abteilung der Stadt Tönning. Sie macht Hoffnung, die Fahrgastzahlen kurzfristig mindestens verdoppeln zu können.

Aber auch bei den Einheimischen gibt es noch reichlich zu tun: „Man hört immer wieder von älteren Interessierten, dass sie sich nicht trauen anzurufen, weil sie nicht möchten, dass wegen ihnen allein ein ganzer Bus kommt“, berichtet Katja Andresen vom Amt Eiderstedt über Gespräche in ihrem Heimatdorf Welt. „Dagegen hilft meistens das Argument, dass der Busfahrer sowieso sein Geld kriegt und lieber seine Arbeit macht, statt Däumchen zu drehen“, weiß Hila Küpper aus Tetenbüll zu berichten. Wer sicher gehen will, verabredet sich einfach mit Freunden für eine gemeinsame Fahrt.

„Die Feuertaufe ist bestanden“, ist man sich in der Gruppe einig, aber klar ist auch, dass noch sehr viel zu tun ist, um einen dauerhaften Erfolg des Projekts zu gewährleisten. Als nächsten Schritt haben sich in allen neun angeschlossenen Kooperationsraum-Kommunen Ansprechpartner, sogenannte Kümmerer (siehe Kontaktdaten im Infokasten), gefunden, die allen Interessierten mit Rat und Tat zur Seite stehen wollen. „Haben Sie keine Scheu sich bei uns zu melden, wir helfen gern“, macht Beate Peters aus Westerhever allen Menschen Mut, die ihre erste Fahrt mit dem Rufbus noch vor sich haben.

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