Aktive Senioren : Rüstzeug für die Beiräte

Im Rathaus: Anke Pawlik (3. v. l.) , Gero von Weppen  (r.) und Beiräte  verschiedener Kommunen mit Bürgermeister Schmitz (3. v. r.).
Im Rathaus: Anke Pawlik (3. v. l.) , Gero von Weppen (r.) und Beiräte verschiedener Kommunen mit Bürgermeister Schmitz (3. v. r.).

Um die neugewählten Beiräte auf ihre Tätigkeit vorzubereiten, hatte der Landesseniorenrat zu einem Kurs ins Husumer Rathaus geladen. Bürgermeister Uwe Schmitz freute sich über die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement gerade bei älteren Menschen.

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07. November 2013, 07:00 Uhr

Ehrenamtlich tätig zu werden – dafür muss man nicht nur bereit, sondern ebenso qualifiziert sein. Das gilt auch für die neu gewählten Seniorenbeiräte. Für die hielt der Landesseniorenrat eine dreiteilige Grundschulung in Neumünster, Husum und Ahrensburg bereit, um sie mit dem Rüstzeug auszustatten, aktiv die Politik für ältere Menschen mitgestalten zu können.

Beim ganztägigen Seminar in Husum machte Bürgermeister Uwe Schmitz deutlich, wie wichtig und erfreulich die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement gerade bei älteren Menschen sei. „Sie mischen sich ein“, sagte er, „und übernehmen Verantwortung. Auf die Anforderungen unserer Gesellschaft mit ihrer demographischen Entwicklung reagieren Sie, indem sie gestalterisch an einer altersverträglichen Entwicklung und Planung in den Kommunen mitarbeiten.“ Und genau das sind auch die Ziele, denen sich die Beiräte verschrieben haben – in enger Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung. Ihre Arbeit ist dabei parteipolitisch und konfessionell neutral.

Im weiten Bogen spannen sich die Interessen der Älteren – vom aktiven Leben mit Qualität über die Frage eines Altenparlamentes und eines Generationenforums bis hin zum Wohnen im Alter und der Kriminalprävention. Von entscheidender Bedeutung für die ältere Generation sind Fragen des öffentlichen Verkehrs.

Die Lebenssituation der „Neuen Alten“ oder „Jungen Alten“ habe sich verändert, betont Anke Pawlik, Vorsitzende des Landesseniorenrates Schleswig-Holstein. „Alter ist nicht gleich Alter und das Altwerden hat viele Gesichter.“ Heutzutage seien Senioren meist gesünder, neugieriger und zudem oft leistungsfähiger als noch vor ein paar Jahren. „Trotz allem darf nicht vergessen werden, dass Alter auch Krankheit und Pflegebedürftigkeit bedeuten kann. Wenn dann noch Altersarmut, Einsamkeit und Mangel an bezahlbarem Wohnraum dazu kommen, bleibt ein Alter in Würde und Zufriedenheit leider nur ein ein Traum.“

Gero von Weppen, lokaler Seniorenbeiratsvorsitzender und zugleich stellvertretender Vorsitzender des Landesseniorenrates, freut sich sehr über die Neuzugänge: „Ältere Menschen haben heutzutage die Chance, ihren Zugewinn an Jahren in Gesundheit zu erleben. Damit sind sie befähigt, diese Lebensphase und den damit verbundenen demographischen Wandel auch aktiv zu gestalten – frei nach dem Motto: Engagement kennt keinen Ruhestand!“

„Es wäre schön, wenn Seniorenbeiräte in ihrer Rolle als Bindeglied zwischen Politik und älteren Menschen als deren Sprachrohr besser wahrgenommen würden“, wünscht sich Anke Pawlik. „In der Öffentlichkeit gibt es immer noch ein falsches Bild über ihre Arbeit und Bedeutung.“

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