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Gefahr für Schüler : Rücksichtslose Autofahrer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Tönnings Bürgermeister Frank Haß kritisierte in der Stadtvertreter-Sitzung schnelles Fahren und wildes Parken vor der Gemeinschaftsschule. Bei einer Kontrolle wurden dutzende Autofahrer mit Tempo 70 bis 80 in der 30er Zone erwischt.

„Danke an alle Bauhofmitarbeiter, Freiwilligen und Feuerwehrleute für den Einsatz in zwei Sturmnächten“, sagte Tönnings Bürgermeister Frank Haß in der jüngsten Stadtvertreter-Sitzung. Ständig sei die Feuerwehrzentrale besetzt gewesen. Auch die Bauhofmitarbeiter standen Gewehr bei Fuß und übernachteten sogar vor Ort. Die Kettensägen und Fahrzeuge waren vollgetankt und einsatzbereit. Binnen fünf Minuten hätte jeder Bürger auf Hilfe zählen können. Ständig waren „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ zu leisten, als es darum ging, für freie Wege zu sorgen. Auch im Stadtgebiet waren einige Bäume entwurzelt worden, und Dachziegel fielen auf Straßen und Bürgersteige. Seit 2009, so erläuterte der Bürgermeister, liegt der Katastrophenschutz für Eiderstedt in Händen des Amtes. In Tönning sei aber intern Alarm ausgelöst worden. „Alle Ehrenamtler haben freiwillig mitgeholfen“, betonte Haß. Das honorierten die Stadtvertreter mit Applaus.

Die für Anfang 2014 geplante Gründung der Lokalen Tourismus Organisation (LTO) für Eiderstedt werde sich, so Haß, verzögern. Die Gemeinde St. Peter-Ording habe Bedenken angemeldet (wir berichteten).

Der Stadtchef mahnte alle Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht. Generell wird vor der Gemeinschaftsschule in der Badallee zu schnell gefahren. Geschwindigkeitsmessungen hatten beispielsweise am 20. August ergeben, dass dutzende Kraftfahrer mit Tempo 70 bis 80 durch die 30er Zone „gebrettert“ waren. „Ich kann nur an die Vernunft jedes einzelnen appellieren“, so Haß. Als rücksichtslos bezeichnete er das wilde Parken vieler Autofahrer anlässlich des Kinderflohmarktes des Runden Tisches am ersten Advent in der Stadthalle. Sowohl die Rettungswege als auch die Absenkungen für Rollstuhlfahrer in einigen Bereichen der Bürgersteige, waren zugeparkt. Teilweise standen Fahrzeuge auf den Gehwegen und sogar auf den Rasenflächen des Kreisels. „Ich finde das erschreckend und hoffe, dass sich jeder besinnt. Die Bauhofmitarbeiter haben andere Aufgaben, als die dadurch entstandenen Schäden zu beheben“, betonte Haß. Jeder hätte bequem auf dem großen Firmengelände SiHi schräg gegenüber parken können und nur zwei Minuten Fußweg zur Halle gehabt.

Positiv zu werten sei die Erweiterung der Betreuungszeiten in der Krippe von 7 bis 17 Uhr, die gut angenommen werde. „Wir haben nun mit Schule, Jugendzentrum und Kindertagesstätte ein breitgefächertes Angebot“, betonte Haß.

Inzwischen stehen drei Defibrillatoren innerhalb des Stadtkerns zur Verfügung. Sie sind im Packhaus, in der Sporthalle sowie im Rathaus installiert worden. Die Investitionskosten lagen bei 4000 Euro.

Jeweils einstimmig segnete das Gremium die Haushaltssatzung mit -plan 2014 einschließlich Wirtschaftspläne für die Eigenbetriebe der Stadt ab. Der Jahresfehlbetrag laut Ergebnisplan wurde mit 2,503 Millionen Euro angesetzt. Die Anpassung der Hundesteuer – statt jeweils 120 Euro jährlich sind für den ersten, zweiten und jeden weiteren Hund 130 Euro zu zahlen – billigten die Stadtvertreter mehrheitlich mit einer Enthaltung. Sie folgten den Empfehlungen des Finanzausschusses (wir berichteten).

Schließlich verabschiedeten Bürgermeister Haß und Bürgervorsteher Stefan Runge den ehemaligen Ortswehrführer Frank Sass. Er gab aus persönlichen Gründen seinen Posten ab. Im kommenden Frühjahr finden in der Jahresversammlung der Wehr Neuwahlen statt.

Als neues Mitglied in den Seniorenbeirat berief das Gremium Klaus- Peter Carstensen.

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