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Haus Peters in Tetenbüll : Rückblick in der Jubiläumsschau

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Tetenbüll wird das 25-jährige Bestehen des Museums Haus Peters gefeiert. Die Jahresversammlung am Sonnabend, 13. Februar, soll deswegen ganz im Zeichen des Rückblicks auf das vergangene Vierteljahrhundert stehen.

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erstellt am 15.Jan.2016 | 14:15 Uhr

Ein Kleinod in der Museumslandschaft Nordfriesland ist das Haus Peters in Tetenbüll. Mit seiner besonderen Mischung aus Galerie, Kolonialwarenladen und ein wenig Heimatmuseum sucht es seinesgleichen auf der Halbinsel. Und das seit bald einem Vierteljahrhundert. 1992 wurde der Betrieb aufgenommen. Ohne den Förderverein hätte er all die Jahre allerdings nicht aufrecht erhalten werden können – und das bei freiem Eintritt. Der Verein feiert nun in diesem Jahr sein silbernes Jubiläum. Am 3. November 1991 wurde er im Kirchspielkrug Tetenbüll gegründet. Und so wird die Jahresversammlung am Sonnabend, 13. Februar, ab 14.30 Uhr im Kirchspielkrug auch im Zeichen des Rückblicks stehen.

Erhard Göttlicher, Otto Beckmann und Julia Pasinski werden in diesem Jahr im Haus Peters ausstellen. Und extra zum Jubiläum wird es die Schau „25 Jahre Haus Peters“ mit Bildern von Künstlern, die dort ausgestellt haben, geben. Den Anfang macht am 12. März Erhard Göttlicher. Der 70-Jährige hat sich dem „Realismus der Gegenwart“ verschrieben, wie die Geschäftsführerin des Hauses, Dr. Kathrin Schäfer, sagt. Der österreichisch-deutsche Grafiker, Maler, Illustrator und Kunstprofessor lebt heute in Uetersen. Seit 1991 nimmt er an Symposien der Norddeutschen Realisten teil und ist seit 1999 Mitglied im Künstlersonderbund in Deutschland, ein Zusammenschluss von Künstlern, die in ihrer Arbeit Tendenzen des Realismus verfolgen. Zum 70. Geburtstag des Künstlers zeigt das Haus Peters eine retrospektive Auswahl aus dem Zeitraum 1995 bis 2015: Portraits, Akte, Landschaften, Werften, Kirchen, Illustrationen, Druckgrafik, Motive aus der Druck-Mappe zum Holocaust sowie Drucke mit Venedig-Motiven und dazu ein Panoramabild von Venedig. Die Ausstellung läuft bis zum 5. Juni. Am Internationalen Museumstag, am 22. Mai, ist Erhard Göttlicher für ein Künstlergespräch zu Gast in Tetenbüll.

Die Grafik-Designerin Julia Pasinski zeigt dann vom 17. Juni bis zum 17. Juli in der neuen Reihe „Nachwuchskünstler im Haus Peters“ Bilder zum Thema Heimat unter dem Motto „Der Himmel, das Wasser, dieser besondere Geruch ...“. Julia Pasinski ist studierte Grafik-Designerin, hat ihre Wurzeln auf Sylt und lebt heute in Hamburg. Auch in ihrer Kunst hat sie sich den Motiven von der Küste und dem Meer verschrieben. Mit Techniken wie Acryl, Aquarell und Linoldruck bannt sie auf Papier, was für sie Heimat ausmacht. Vom 17. bis zum 19. Juni finden außerdem wieder die Rosentage in und um den ehemaligen Kolonialwarenladen statt.

Vom 23. Juli bis zum 9. Oktober ist dann Otto Beckmann an der Reihe. Der 74-Jährige, der in der norddeutschen Kunst schon lange seinen Platz als Maler, Grafiker und vor allem als Meister der Radierung behauptet, wird im Sommer im Haus Peters vor allem nordische Motive zeigen, die sozusagen „Seh- und Seezeichen“ zugleich sind, so Dr. Kathrin Schäfer. „Meerverrückt“ war er schon immer, immer wieder zog und zieht es ihn „zur Schatzsuche“ an Ost- und Nordseeküste und auch an seinem jetzigen Wohnort Hamburg liefert ihm das Element Wasser am Hafen oder den Docks Geschichten und Momente – und dann „packt ihn die Lust, zu kritzeln und zu malen – Bilder zu machen“. Am Tag des Offenen Denkmals, am 11. September, kommt er nach Tetenbüll.

Und am 22. Oktober beginnt die Jubiläumsausstellung. Unter anderem haben Ulf Petermann, Manuel Knortz, Frauke Petersen, Nikolaus Störtenbecker und Jens Rusch Bilder zur Verfügung gestellt. Die Schau läuft bis zum 26. Februar. Es erscheint ein Katalog.

Einen Vortrag zur Geschichte des Hauses erwartet Interessierte am 19. November. Fachleute erläutern die Restaurierung, Gründer, Mitarbeiter und Förderer erzählt.




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