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Vorstand will nicht mehr : Rotes Kreuz sucht neue Führungsriege

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Rantrumer DRK-Ortsverein ist finanziell gesund, dennoch findet sich kein neuer Vorstand. Daher muss die alte Riege weiterhin das Ruder in der Hand halten, aber nur noch für ein Jahr.

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erstellt am 12.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Nein, am Geld liegt es nicht – da steht der DRK-Ortsverein gut da. Auch an Anerkennung und Wertschätzung mangelt es nicht. Die „Erste“ Marlies Bruhn hat den Verein zu einem Aushängeschild für die Gemeinde gemacht. Kann anderenorts eine Ausflugsfahrt auf die Beine gestellt werden, so startete das Rantrumer DRK 2014 zu gleich fünf. Dennoch plagen die nimmermüde Vorsitzende Sorgen, sosehr, dass sie anlässlich der Jahresversammlung sehr deutliche Worte sprach. Eigentlich wollte der Vorstand geschlossen aufhören, den Platz einer jüngeren Führungsmannschaft überlassen. Doch daraus wurde nichts. „Bevor wir führungslos dastehen, machen wir noch einmal weiter. Aber wirklich nur noch für ein Jahr.“

Doch warum ein Wechsel? Marlies Bruhn: „40 Jahre bin ich jetzt dabei. Seit 1984 habe ich die Reiseleitung bei den vielen Fahrten übernommen – und seit 1998 bin ich Vorsitzende. Das bedeutet viel Arbeit, es bleibt wenig Zeit für private Termine. Im nächsten Jahr werde ich 70.“ Auch ihre Stellvertreterin Elke Lorenzen, Kassenwartin Susanne Lorenzen und Schriftführerin Silke Deutsch sind alle schon seit Jahrzehnten im DRK dabei.

Sie unterstreicht: „Im nächsten Jahr ist definitiv Schluss für uns. Es sollte sich eine jüngere Generation Gedanken machen, wie wir diesen lebendigen und großen Verein aufrecht erhalten.“ An „Einsatzfeldern“ mangelt es nicht: Der DRK-Ortsverein ist Träger des voll belegten Kindergartens, der gerade um zehn Krippenplätze erweitert wird. Das DRK ist Ausrichter der traditionellen „Spielenachmittage“, die alle 14 Tage stattfinden , und zum weihnachtlichen Altentee wurden mehr als 200 Einladungen verschickt. Das DRK organisiert Essen in Gemeinschaft, vier Blutspendetermine sowie drei Seniorennachmittage mit Lottospiel. Zu alledem erfreut eine sehr gute Kassenlage die Vorsitzende.

Die Beisitzerinnen Hanne Sander und Jenny Hansen haben übrigens signalisiert, dass sie im neuen Vorstand weiterarbeiten wollen. „Und auch ich schmeiße niemanden ins kalte Wasser“, unterstreicht die „Erste“ mit allem Nachdruck. „Ich stehe natürlich mit Rat und Tat zur Verfügung.“ Es ist alles da – ein großzügiges Seniorenzentrum, in dem gekocht, genäht, gebastelt und gefeiert werden kann – in dem sogar eine sehr schöne und großzügige Küche eingebaut ist. Es fehlt also wirklich an absolut nichts. Nur an neuen Führungskräften.

Die große Zahl der hohen Ehrungen mag ein weiteres Zeichen für die Attraktivität des Rantrumer DRK (gut 180 Mitglieder) sein. Für 60-jährige Treue wurde Annemarie Strahl ausgezeichnet – 40 Jahre dabei sind Marlies Bruhn, Silke Deutsch, Birgit Fedders, Inge Fetkenheuer, Margret Funk, Diana Kröger, Karin Kerth, Anne Liedl, Helga Lassen, Edith Möller, Heinke Pohns und Ursel Stapelfeld. Für 25 Jahre wurde Karin Harmsen geehrt.

An den Veranstaltungen dürfen alle teilnehmen – völlig unabhängig von einer Mitgliedschaft im DRK. Hervorragend funktioniert auch die Zusammenarbeit mit dem Sozialverband Deutschland, Ortsverband Rantrum. Zahlreiche Fahrten und Reisen werden gemeinsam unternommen.

Langjährige“ wurden geehrt

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