Osterhusumer Strasse : Rohrbruch in Husum: Wieder war das Wasser weg

Metertief klaffte das Loch in der Straße, die stundenlang gesperrt blieb.
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Metertief klaffte das Loch in der Straße, die stundenlang gesperrt blieb.

Ein Dreivierteljahr nach dem letzten großen Wasserrohrbruch in der Osterhusumer Straße barst das unterirdische Leitungssystem erneut. Dieses Mal ging die Reparatur aber schneller.

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26. Januar 2015, 07:00 Uhr

Schon wieder ein Wasserrohrbruch und eine Straßensperrung in der Osterhusumer Straße: Anlieger saßen in ihren Wohnungen stundenlang auf dem Trockenen, Hunderte Autofahrer mussten am Sonnabend wegen der Umleitung Umwege in Kauf nehmen.

Erst im Mai vergangenen Jahres hatte in Husum ein Riss in der Hauptschlagader des städtischen Leitungsnetzes die Wasserversorgung teilweise zum Erliegen gebracht. Wie seinerzeit soll sich – nicht einmal hundert Meter weiter – der Boden abgesenkt und dadurch einen Teil des mehr als fünf Jahrzehnte alten Rohrleitungssystems aus Zement zum Bersten gebracht haben. „Sie können den Artikel von damals wieder in die Zeitung setzen“, kommentierte ein Mitarbeiter des Reparatur-Teams denn auch kurz und bündig die Frage nach den Ursachen des neuerlichen Rohrbruchs.

Anwohner berichteten, dass das gewohnte Nass schon morgens um 7 Uhr nur noch aus dem Hahn tröpfelte. Dass es Druckschwankungen im Leitungsnetz gibt, bekamen wenig später auch Einwohner der Nachbargemeinde Mildstedt zu spüren, als sie ihre Morgendusche nehmen und sich einen frischen Kaffee brühen wollten. Bei den meisten war kurze Zeit danach aber bereits alles wieder in Ordnung.

In der Osterhusumer Straße hingegen ließ die Stadtwerke Husum Netz GmbH mit einem Großaufgebot an Mensch und Gerät die Straße aufreißen, um die Schadstelle so schnell wie möglich zu lokalisieren und den Schaden zu beheben. Da ein großes, mehrere Meter tiefes Loch in der Fahrbahn klaffte, musste die wichtige Verkehrsader über viele Stunden lang zwischen der Einmündung Adolf-Menge-Straße bis kurz vor dem Netto-Markt gesperrt bleiben.

Weil die Reparaturarbeiten zügig voran gingen und ihnen zugesagt wurde, dass die Versorgung mit Wasser am Abend wieder stehen würde, nahmen Anlieger die Misere auch am Spätnachmittag noch relativ gelassen hin. Und das, obwohl die Situation ohne fließend Wasser und Toilettenspülung für einen Haushalt mit Kindern eine besondere Herausforderung ist. Unterdessen gönnte sich das Reparatur-Team draußen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nur einmal eine kurze Pause – ein Stück Pizza auf die Hand und im Stehen.

Während die Reparatur- und Asphaltierungsarbeiten wegen des Wasserrohrbruchs im vergangenen Jahr immerhin zwei Wochen lang gedauert hatten, war die Osterhusumer Straße schon am frühen Abend entlang der Baustelle wieder befahrbar. Danach hatte es freilich zunächst nicht ausgesehen. Weil das Klinikum Nordfriesland ebenfalls betroffen war, wurde die Feuerwehr alarmiert, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Eine Stunde blieb die Wehr vor Ort, bis der Wasserdruck in den Leitungen wieder konstant war.

Und am frühen Morgen gab es auch noch Sand im Getriebe der Stadtwerke: Als ein Husumer ob des ausbleibenden Wassers wiederholt die Störungsstelle des Versorgungsbetriebes anrief, begrüßte ihn eine Stimme auf dem Anrufbeantworter zwar freundlich, um ihn dann allerdings gleich wieder mit dem Satz „Vielen Dank für Ihren Anruf“ zu verabschieden. Am Ende musste die Polizei weiterhelfen – die hatte noch eine zusätzliche Handy-Nummer der Stadtwerke parat.

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