Stadtwerke Husum Netz : Rohrbruch: Erst die Panne, dann das Pech

Der Rohrbruch am Sonnabend war relativ schnell repariert.
Der Rohrbruch am Sonnabend war relativ schnell repariert.

Nicht genug, dass ein Rohrbruch die Reparatur-Teams auf Trab hielt: Bei der Stadtwerke Husum Netz GmbH versagte gleichzeitig die Telefonanlage, die automatisiert Störungsmeldungen entgegen nimmt.

shz.de von
29. Januar 2015, 16:00 Uhr

Zur Panne am vergangenen Sonnabend hat sich bei der Stadtwerke Husum Netz GmbH am gleichen Tag noch Pech gesellt. Denn kurz nachdem die Wasserleitung in der Osterhusumer Straße barst, fiel unabhängig davon – wie die Stadtwerke jetzt wissen – eine Bandansage der Telefonanlage aus, die bei Störungen eingehende Anrufe sortieren und so die Mitarbeiter entlasten soll. Norbert Jungjohann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum Netz GmbH, entschuldigt sich bei allen, die davon betroffen waren – und das waren etliche, wie das Protokoll der Anlage zeigte. Er sagt: „Ich hätte mich auch geärgert, wenn eine freundliche Stimme mich zwar mit ,Vielen Dank für Ihren Anruf‘ empfangen, das Gespräch aber beendet hätte, bevor ich überhaupt ein Wort hätte sagen können.“

Die Anlage der Stadtwerke Husum ist so ausgelegt, dass sie innerhalb einer Stunde über acht Linien theoretisch bis zu 2400 Anrufe empfangen könne, erklärt Jungjohann. Sie war also nicht überlastet, denn die Zahl der eingegangenen Anrufe lag ein gutes Drittel darunter. Er bedauert den Ausfall der Bandansage: „Man muss sich ja veräppelt vorkommen, wenn man beim Wasserversorger mit eingeseiften Haaren, das Handtuch um den nassen Körper geschlungen, nachfragen will, warum das Wasser nur noch tröpfelt, und dann kommt so eine Ansage.“ Man sei dem Fehler auf der Spur und werde ihn schnellstmöglich beheben.

Schnell behoben war dagegen der Schaden an der Leitung in der Osterhusumer Straße, der zwischen 7 und 8.30 Uhr im gesamten Stadtgebiet sowie in Mildstedt zu einem Druckabfall geführt hatte (wir berichteten). Um 17.45 Uhr war die Leitung repariert und der Straßenbelag provisorisch geschlossen, so dass der Verkehr wieder ungehindert fließen konnte.

Der betroffene Abschnitt werde ab Frühjahr über 400 Meter komplett ausgetauscht, so Jungjohann. „Wir prüfen, wo die Leitung am besten verlaufen kann. Sobald die Planungen abgeschlossen sind, können wir starten.“ Für die Modernisierung des Trinkwassernetzes im Stadtgebiet gibt es einen Masterplan. Ersetzt werden zunächst die Leitungsabschnitte, die bei Störungen die größten Auswirkungen hätten.

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