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Musikfestival in Süderstapel : Rock an der Eider: Sammeln für Seeth

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum „Umsonst-und-draußen-Festival“ versprechen die Veranstalter des Vereins „Kunst & Kultur für Stapel“ zwölf Stunden Rockmusik vom Feinsten. Zusätzlich wird für die Flüchtlinge in Seeth gesammelt.

Es ist soweit: Am Sonnabend (8. August) geht das Musikfestival „Rock an der Eider“ in die nächste Runde. Auf zwei Bühnen präsentiert der Verein „Kunst & Kultur für Stapel“ bis nachts um 2 Uhr eine bunte Musikmischung für alle Generationen. „Wir haben ganz unterschiedliche Bands und Musikstile aus dem ganzen Bundesgebiet zusammengestellt. Von Deutschrock über Country-Folk bis zu Discofunk und Elektropop ist alles Mögliche vertreten. Nur Coverbands gibt es bei uns nicht“, sagt der Vorsitzende Stefan Wölk. Der Eintritt ist wie immer frei.

Doch nicht nur das: Neben der Musik gibt es auf dem Festivalgelände eine Sammelstelle für die große Flüchtlings-Erstaufnahmestation in der Seether Kaserne. Entgegengenommen werden Bekleidung, Bettwäsche, Handtücher, Spielzeug, Taschen und Fahrräder. Der Verein will sich selbst darum kümmern, dass die gespendeten Gegenstände unmittelbar und direkt ankommen, wo sie gebraucht werden.

Was die Musik betrifft, sind bei Rock an der Eider auch die Vereinsmitglieder selbst dabei: Mit ihrem Rock-Chor unter der Leitung von Frank Jakobi singen sie Shantys und Songs zum Schwofen. Anschließend machen sie die Bühne frei für die fast 50 Profimusiker. Dabei wollen sie mit ungewöhnlichen Bands überraschen: The Twang Gang haben Bluegrass im Gepäck. Die siebenköpfige Kombo spielte auch schon bei „Musik im Ohlsenhaus“. Tanzbarer Discofunk mit eingängigen Schlager-Texten kommt von Freddy Fischer & His Cosmic Rocktime Band aus Berlin. „Die Springer“ aus Bayern sind inzwischen fester Bestandteil des Festivals, schließlich ist das Festival aus ihren ersten Auftritten am Eiderstrand entstanden. In diesem Jahr präsentieren sie neue Lieder. Der Solokünstler Tilman Benning spielt eins seiner letzten Konzerte als Tigeryouth: ein Typ mit rauer Stimme, Gitarre und verdammt viel Energie. Vom Hamburger Trio Helgen kommt eigensinnige deutschsprachige Popmusik mit Ironie beladenen Texten. Ebenfalls aus der Hansestadt stammt die Indie-Rock-Folk-Band Naked As We Came.

Aus der Region stammt die Nachwuchsband Geisterfahrer, die schon bei „Musik im Ohlsenhaus“ im April begeisterte. Als „die gelungene Symbiose aus Geige und Elektro“ betitelte ein deutsches Popmagazin das Duo I’m Not A Band aus Berlin. Torpus & The Art Directors spielen zum dritten Mal in Süderstapel. Die Band hat ihren Ursprung in Nordfriesland und präsentiert mit einer unglaublichen Instrumentenvielfalt und Spielfreude ihr neues Album.

„Der Verein ist glücklich, dass all diese Bands die Einladung in das beschauliche Süderstapel wahrnehmen“, sagt Birthe Dierks aus dem Team der rund 120 Ehrenamtler. „Und dass die auftretenden Bands mehr erhalten als Freigetränke und Fahrkosten, ist Teil der Vereinsphilosophie.“ Unterstützung erhält der Verein von den Gemeinden Norder- und Süderstapel, dem Amt Kropp-Stapelholm, der Feuerwehr, den Dorfbewohnern, dem befreundeten Dithmarscher Festival „Rock am Töschen“ und von den Besuchern.

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