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Seewasserleitung zum Westküstenpark: Lückenschluss : Robbenbecken bald besser versorgt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Deich- und Hauptsielverband Eiderstedt gibt nach langen zähen Verhandlungen grünes Licht für die Erneuerung einer Seewasserleitung zum Westküstenpark. Die letzten 200 Meter können nun gebaut werden.

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erstellt am 13.Sep.2013 | 17:00 Uhr

Die langwierigen Verhandlungen zwischen der Gemeinde St. Peter-Ording und dem Deich- und Hauptsielverband Eiderstedt (DHSV) haben zu einer Einigung geführt. Nun kann die neue Seewasserleitung zum Westküstenpark zu Ende gebaut werden. Ein 200 Meter langes Stück durch das Dünengelände, das dem DHSV gehört, fehlt noch. Damit wird die Versorgung für das Robbenbecken verbessert werden. Der Kreis hatte dies vor zwei Jahren angemahnt, da die alte Leitung, an der auch die Dünen-Therme und die Reha-Kliniken hängen, nicht mehr ausreichte.


Bisherige Lösung reichte nicht mehr aus


Der ph-Wert im Robbenbecken war nicht mehr ideal, wie der Kreis mitteilt. Als Sofortmaßnahme hatte die Gemeinde die tägliche Zufuhr von Frischwasser auf das Maximum der freien Kapazität der Pumpenleistung erhöht. Ferner wurde das Wasser im Robbenbecken im Zwei-Wochen-Rhythmus von einem unabhängigen Prüfer untersucht, so der Kreis weiter. Die Gemeinde entschloss sich dann, eine neue Seewasserleitung zu bauen.

In diesem Zusammenhang sah der DHSV Klärungsbedarf für den bestehenden Gestattungsvertrag für die Nutzung von seinem Wald- und Dünengelände durch die Gemeinde und für das Areal, auf dem die Parkpalette steht, das ihm ebenfalls gehört. Den Sommer über zogen sich die Verhandlungen hinter geschlossenen Türen hin. Nun gab die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für folgende Regelung: Sie erwirbt das Parkhaus-Areal im Ortsteil Bad für 500 000 Euro und zahlt dem DHSV jährlich eine Pacht von 55 000 Euro für die Nutzung von Wald und Dünen, darunter fallen unter anderem die Wege, Spielplätze, Toilettenhäuschen, das Aufstellen von Schildern und Papierkörben, wie Bürgervorsteher Boy Jöns auf Anfrage erklärte. Außerdem wurde eine Anpassung der Pacht für die Zukunft festgelegt. Der Gestattungsvertrag wäre eigentlich zum Jahr 2019 ausgelaufen. Jöns wies daraufhin, dass die Gemeinde auch nach der Anwendung des alten Vertrags die Pachtzahlung auf mehr als 50 000 Euro hätte erhöhen müssen. Bis dato zahlte sie jährlich 42 000 Euro. „Wir hätten zwar gern weniger bezahlt, aber wir haben uns nun gütlich geeinigt“, so Jöns. Die Gemeinde ist froh, dass das Ganze nun zum Abschluss kommt, denn die Zeit drängt, im Bereich der Dünen darf nur noch bis zum 30. September gebaut werden. Seit den 1960er Jahren zahle St. Peter-Ording an den DHSV, so Jöns. Ursprünglich hätten Wald und Dünen einmal den Gemeinden St. Peter und Ording gehört, doch der dänische König habe 1853 verfügt, dass die Dünen an den Dänischen Deichbund übertragen werden. Dessen Rechtsnachfolger ist der Deich- und Hauptsielverband.

 

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