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Husumer Nachrichten

22. November 2017 | 21:23 Uhr

Nordstrand : Risse im Flachdach

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Finanzausschuss empfiehlt einen Obulus für die Dach-Sanierung des Wassersportverein-Hauses am Süderhafen.

Mit einem Antrag des Nordstrander Wassersportvereins hatten sich die Mitglieder des Nordstrander Finanzausschusses in ihrer jüngsten Sitzung zu befassen. Die Ehrenamtler baten um eine einmalige finanzielle Unterstützung von 1000 Euro zugunsten der im kommenden Frühjahr anstehenden Sanierung des 35 Jahre alten Flachdaches. Es zeigen sich mittlerweile Risse, so dass dort etwas getan werden muss. „Wir unterstützen alle Vereine mit einem bestimmten Obolus“, informierte Bürgermeister Werner-Peter Paulsen. „Der Wassersportverein erhält eine jährliche Zuwendung von 200 Euro.“ Prinzipiell müsste der Antrag wegen Gleichbehandlung abgelehnt werden. Allerdings könne er in diesem Fall mit einer Ausnahmeregelung leben, weil der Verein die Räume am Süderhafen auch grundsätzlich allen Bürgern auf Anfrage zur Verfügung stellt. Die Mitglieder des Awo-Ortsverbandes oder der Theatergruppe nutzten sie regelmäßig. Auch als Wahllokal dienten sie. „Ich habe keine Bedenken, wenn wir das machen. Wir sollten 1000 Euro in den Haushalt 2018 einstellen“, so Ausschuss-Vorsitzender Jörg Bahnsen.

Auch dem Nordstrander Heimatverein sei in diesem Jahr geholfen worden, als es um die Einrichtung der neuen Archivräume gegangen sei. Einstimmiges Votum gab es für seinen Vorschlag.

Weiter empfahl das Gremium der Gemeindevertretung einstimmig die Verabschiedung einer Satzung zur Erhebung der Zweitwohnungssteuer. Die hatte der Sachbearbeiter beim Amt Nordsee-Treene aufgrund des Beschlusses des Gemeinderates im Dezember 2012, eine entsprechende Steuer zu erheben, vorbereitet. „Der Anlass, nun auch eine Satzung zu verabschieden, sind Beschwerden einiger Besitzer von Zweitwohnungen. Sie fühlen sich durch die Steuer-Forderungen benachteiligt“, so der Gemeinde-Chef. Da die Zweitwohnungssteuer keine Erfindung der Kommune sei, sondern eine gesetzliche Steuer, die ohnehin auch wegen des bestehenden Haushaltsdefizites – so die Auflage des Landes Schleswig-Holstein – in Ansatz gebracht werden muss, müsse das noch einmal in schriftliche Form gegossen werden. Beschlossen worden war ein Steuersatz von zwölf Prozent. Der Verfügbarkeitsgrad der Zweitwohnung für den Inhaber wurde für bis zu 150 Tage auf 30 Prozent, bis zu 260 Tage 60 Prozent und mehr als 260 Tage 100 Prozent festgesetzt.

Der Vorsitzende skizzierte dann die Entwicklung des Haushaltes für 2017. „Ich bin ganz zufrieden. Im Ergebnishaushalt hat sich trotz einiger Mehrkosten eine Verbesserung von 96.800 Euro ergeben, im Finanzhaushalt 169.000 Euro. Einen Kreditbedarf haben wir nicht“, erklärte er. So sei beispielsweise die Erstellung eines Kanalkatasters mit einem voraussichtlichen Aufwand von 10.000 Euro in das kommende Jahr geschoben worden. Die Gewerbesteuereinnahmen werden 184.000 Euro mehr inklusive einer schon abgezogenen Umlage von 42.000 Euro betragen. Beim Anbau Feuerwehrgerätehaus ergebe sich eine Verbesserung von 119.000 Euro. Die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes mit geplanten 50.000 Euro werde in 2018 verschoben.

Um den Haushalt 2018 vorbereiten zu können, nahm Bahnsen einen „Wunschkatalog“ auf. So sollen für die Kurverwaltung 20.000 Euro für neueste Computertechnik und –ausstattung, weitere 20.000 Euro für die Parkplatzsanierung, 12.000 Euro für die Anschaffung eines Rasenmähers, 13.500 Euro für ein neues Fahrzeug mit Pritsche für den Bauhof, 1800 Euro für vier neue Duschen, 3000 Euro für die Aufwertung des Strandes Fuhlehörn, 5000 Euro für eine Schaukel, 6200 Euro für Lehr- und Lernmittel sowie 8000 Euro für ein Whiteboard in der Herrendeichschule oder 10.000 Euro für die Dachsanierung des alten Amtsgebäudes in den Haushalt aufgenommen werden.

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