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Husumer Nachrichten

19. Oktober 2017 | 07:56 Uhr

Winnert : Riskantes Manöver

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein 18-Jähriger wurde bei einem Unfall auf der Landesstraße 38 schwer verletzt. Die Feuerwehr Koldenbüttel steckte unterdessen in einer Baustelle fest.

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Sonnabendmorgen gegen 8 Uhr auf der Landesstraße 38. Ein aus Richtung Schwabstedt kommender 18-jähriger Fahrer überholte mit seinem Audi 80 auf gerader Strecke mehrere Fahrzeuge. Dabei kam er zuerst rechtsseitig von der Fahrbahn ab, schoss dann über die Fahrbahn hinweg und prallte neben der linksseitigen Fahrbahn gegen einen Chausseebaum. Hernach schleuderte das Fahrzeug über die Straße, drehte sich und landete rechtsseitig in einem Graben. Der Fahrer wurde eingeklemmt. Nachfolgende Autofahrer informierten die Rettungsleitstelle in Harrislee. Diese wiederum löste Sirenenalarm in Winnert, Schwabstedt, Ostenfeld und Koldenbüttel aus.

Unnötig erschwert wurde dabei die Anfahrt der Unfallfeuerwehr aus Koldenbüttel; denn die Ortsdurchfahrt in Schwabstedt ist durch einen Neubau der Fahrbahn derzeit unpassierbar – auch für Einsatzfahrzeuge. Die Koldenbütteler Wehr hatte frühzeitig auf der Anfahrt entsprechend bei der Leitstelle angefragt; diese signalisierte dem Einsatzfahrzeug aber, dass ihrer Kenntnis nach eine Durchfahrt möglich sei. So hing das schwere Einsatzfahrzeug mit Rettungsschere zunächst einmal in der engen Baustelle fest, musste aufwendig rangieren und danach einen weiträumigen Umweg fahren. „So etwas ist absolut nicht hinnehmbar“, erbosten sich die Einsatzkräfte, „denn schließlich kommt es bei einem Einsatz mit eingeklemmten Personen auf jede Minute an.“

Vor Ort war die Ostenfelder Feuerwehr, die ebenfalls über Rettungsschere und Spreizer verfügt. Die Polizei sperrte die mit Fahrzeugteilen und Gepäckstücken übersäte L 38 zwischen Winnert und Schwabstedt für eine Stunde voll. Der aus dem Kreis Schleswig-Flensburg stammende Schwerverletzte wurde über längere Zeit hinweg intensiv im Rettungswagen versorgt und schließlich in eine Klinik auf die Intensivstation verlegt.

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