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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2017 | 20:55 Uhr

Riesen-Sensation beim Tauziehen

vom

Newcomer-Team schickte die Favoriten gleich in der ersten Runde baden und schaffte es bis zum dritten Platz - Sieger waren die Soldaten

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

husum | Sie nennen sich Rennleitung, sind Motorsport-Fans und bei vielen Formel-1-Fahrten anzutreffen. Auf dem Nürburgring soll es gewesen sein, da fragten sie sich, ob sie nicht mal während der Hafentage beim Tauziehen mitmischen sollten. Gesagt, gemeldet - und dann die Sensation: Ausgerechnet diese Newcomer sorgen gleich in den ersten Minuten des Wettkampfes für das spektakuläre Aus der stets als Favoriten gehandelten Schäfer von der Westküste. Begleitet vom Rennleitungs-Kampfruf "Burn out!" landen die 1500 Kilogramm Gesamtmasse der Schäfer im Wasser.

"Auf einmal war so viel Adrenalin da, dass wir das ruck-zuck erledigt haben", schildert Christian Gittel, Sprecher des Teams, den Moment dieses Etappen-Sieges. Einer der Schäfer war auf der Nordseite des Hafens ins Staucheln geraten - und diese Schwäche hatte die Rennleitung auf der anderen Seite blitzschnell ausgenutzt.

Als ob sie sich von dem kraftstrotzenden und schwergewichtigen Teilnehmerfeld verunsichert gefühlt haben: Die Schäfer waren dieses Mal übernervös an den Start gegangen, hatten noch vor dem Startschuss Fotografen bei ihrer Arbeit angefaucht und verweigerten gegenüber unserer Zeitung hinterher jeden Kommentar zu der Niederlage. Sie schienen einfach nur stinksauer, dass sie so früh aus dem Rennen ausgeschieden waren.

Das konnte den anderen den Spaß allerdings nicht verderben. So genehmigten kurzerhand die Schimmelreiter den Rescue Ladies, mit elf statt zehn Frauen anzutreten - "und den Rettungshund ebenfalls dazu?", fragte Holzi Holst als Nordseiten-Moderator noch. Auch das ging selbstverständlich durch, verhinderte aber nicht die Niederlage der Damen, die daraufhin fröhlich in die Fluten sprangen.

Martin Kindl erinnerte die Zuschauer daran, dass einst seine Kameraden bei der Bundeswehr und die Husumer Fischer die Idee zu diesem Wettbewerb hatten, der nach wie vor einer der beliebtesten Höhepunkte von allen Events auf den Hafentagen ist.

Langwierig gestaltete sich im Viertelfinale der Kampf der Rennleitung gegen die Repower-Windhunde, doch auch hier zeigten die Motorsportler, dass sie mehr PS ins Spiel bringen. Erst die Patrioten von der Westküste, wie sich die baumlangen und durchtrainierten Soldaten des Husumer Flugabwehrraketengeschwaders 1 "Schleswig-Holstein" nennen, stoppten die Neulinge im Halbfinale - allerdings nach einem fast fünf Minuten langen zähen Ringen um jeden Zentimeter Boden. So musste sich die Rennleitung schließlich mit dem dritten Platz begnügen - aber falls sie auch in Zukunft starten, werden sie sicher wieder ein gewichtiges Wort mitzureden haben. Die Soldaten zogen am Ende auch noch die Expendables ins Hafenbecken und sicherten sich so im Finale den Gesamtsieg.

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