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Bis zur Brust im kalten Wasser : Rettung in letzter Minute

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei auflaufendem Wasser wurden zwei Wattwanderer vor St. Peter-Ording vom Wasser eingeschlossen. Spaziergänger entdeckten sie und alarmierten die Retter. Mit einem Hubschrauber wurden sie an Land geflogen.

Zwei Wattwanderer wurden von einem Hubschrauber bei auflaufendem Wasser von einer Sandbank vor St. Peter-Ording gerettet. Wie die DLRG jetzt mitteilte, nutzten sie das trockene Wetter, um bei bereits auflaufender Flut von der Ordinger Sandbank zum mehrere Kilometer entfernten Westerhever Leuchtturm zu laufen. Bei ihrer Rückkehr stellten sie fest, dass in der Fahrrinne zum Tümlauer-Hafen das Wasser stand. Als sie sich bereits bis zur Brust im zwölf Grad kühlen Seewasser befanden, machten sie kehrt und schlugen den Rückweg ein. Da nun auch der Weg nach Westerhever durch die auflaufende Flut versperrt war, flüchteten sie sich auf eine nahegelegene Sandbank.

Völlig durchnässt und vollständig von der Flut umspült, versuchten sie mit lauten Hilferufen und Armbewegungen auf sich aufmerksam zu machen. Spaziergänger, die sich am Strand von St. Peter-Ording befanden, bemerkten sie und alarmierten die Rettungskräfte. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und DLRG wurden alarmiert. Die Suche mit drei DLRG-Allradfahrzeugen und dem Feuerwehr-Luftkissenboot begann.

Die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph Europa 5 konnte schließlich aus der Luft die beiden Wattwanderre auf der Sandbank lokalisieren. Bei einer kurzen Zwischenlandung wurden sie in den Hubschrauber geholt und zum DLRG-Rettungswagen geflogen. Nachdem sich beide im Fahrzeug wieder aufgewärmt hatten, konnten sie den Weg nach Hause fortsetzen.

Nils Stauch von der DLRG St. Peter-Ording sagt dazu: „Gerade jetzt, wo die Wassertemperaturen sinken, begibt man sich beim Nichtbeachten der Gezeiten sehr schnell in Lebensgefahr. Beim Wattwandern gehört der Gezeitenkalender zur minimalsten Gundausstattung, er liegt kostenfrei in der Tourismus-Zentrale, Unterkünften und Geschäften aus.“

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