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Nordfriesland : Regionalbahn fährt in Rinderherde - sechs Tiere tot

vom

In Nordfriesland kollidiert ein Zug mit entlaufenen Rindern. Acht Reisende kommen mit dem Schrecken davon. Die sechs Tiere überleben das Unglück nicht.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 07:31 Uhr

Schwesing | Am Dienstagabend gegen 22.30 Uhr hat die Regionalbahn auf der Strecke Jübek - Husum in Höhe Schwesing Bahnhof (Nordfriesland) sechs Jungrinder erfasst, die sich auf den Gleisen befanden. Die acht Reisenden, der Zugbegleiter und der Triebfahrzeugführer wurden nicht verletzt. Die Tiere verendeten bei dem Zusammenprall.

Die Insassen des Zuges wurden von der Feuerwehr aus dem Zug geholt und mit einem Großtaxi zu ihrem Ziel gebracht. Die Strecke blieb für drei Stunden gesperrt. Am Zug entstand Sachschaden, er konnte aber aus eigener Kraft nach Husum fahren. Die Bundespolizei fing zusammen mit dem Halter der Tiere noch drei weitere entlaufene Rinder ein. Wie es den Tieren gelang, von der Weide zu entkommen, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Immer wieder kommt es im Bahnverkehr zu Zusammenstößen mit entlaufenen Weidetieren. Ein besonders schweres Zugunglück ereignete sich im Januar 2012. Bei Bargum (Nordfriesland) kollidierte in der Nacht zum 14. Januar die Nord-Ostsee-Bahn mit einer Herde und entgleiste. Ein Mann kam dabei ums Leben. Im August 2012 fuhr ein Güterzug bei Landscheide im Kreis Steinburg auf eine Rinderherde zu. Trotz einer Vollbremsung erfasste der Zug die Tiere. Sieben Tiere starben, der Zug entgleiste aber nicht. Da die Kadaver unter dem Zug verkeilt waren, war die Bergung schwierig. Im Mai 2013 rammte in Höhe Bokelholm ein Zug mehrere Rinder - die Tiere waren beim Weidewechsel ausgebüxt. Der Regionalexpress war von Flensburg nach Neumünster unterwegs, als die Tiere auf die Gleisen liefen. Trotz einer Schnellbremsung konnte der Lokführer einen Zusammenstoß nicht verhindern. Fünf Tiere verendeten dabei. Die 40 Reisenden und das Zugpersonal bleiben unverletzt, saßen allerdings zwei Stunden lang in dem Zug fest.

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