Nordstrand : Reges Interesse beim Tag der offenen Tür im Kurzentrum Nordstrand

Nationalparkranger Gerd Clausen lud zum Vogelkiek am Kurzentrum ein.
Nationalparkranger Gerd Clausen lud zum Vogelkiek am Kurzentrum ein.

Vom Angebot des Kurzentrums Nordstrand überzeugten sich viele Besucher beim Tag der offenen Tür.

shz.de von
09. September 2018, 16:20 Uhr

Nordstrand | Nicht nur der Nordstrander Harro Hinz kam beim Anblick der „Unterwelt“ des Schwimmbades im Kurzentrum Nordstrand ins Staunen. Deren technischer Leiter Bastian Baudewig erläuterte das computergesteuerte Innenleben modernster Art. So wird Süßwasser durch Umwandlung von Seewasser selbst hergestellt, ebenso wie Chlor. Alle Anwendungen im Kurmittelhaus werden über die Anlage gespeist. Erst im Frühjahr hatte die Kommune eine halbe Million Euro zur nachhaltigen Energieerzeugung für den Gebäudekomplex investiert. Eine Pellet-Heizung und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) sorgen für Wärme- und Strom in Schwimmbad, Kurmittelhaus und Nebenräumen. Solartechnik auf dem Dach ist ebenfalls installiert. „Das spart Energiekosten. Die Anschaffung wird sich amortisieren“, so Baudewig.

In drei Führungen war er am Tag der Offenen Tür im Kurzentrum gefordert. Unter dem Motto „zeigen, was wir bieten“ hatten die Nordstrand Tourismus (NT) mit Leiterin Regina Reuß, die Fachkräfte des Kurmittelhauses mit ihrer Leiterin Christine Dethleffsen, das Schwimmbad-Team sowie Mitarbeiter und Ehrenamtler der Schutzstation Wattenmeer eingeladen. Viele Nordstrander und Urlaubsgäste nutzten den Blick hinter die Kulissen. „Ich war lange nicht hier. Das Kurmittelhaus hat ja einiges anzubieten. Hier gibt es Wellnessangebote, und man kann ärztliche Verordnungen einlösen“, stellte Bernhard Paulsen aus dem Ortsteil Süderhafen fest. Gut sei, dass neben Massagen auch Physiotherapie gemacht werde und viele spezielle Anwendungen. Viele ließen sich von den Fachkräften beraten oder probierten kostenlose Massagen aus. Die Attraktion im angedockten Nationalparkhaus war die Fütterung der Aquarientiere und ganz besonders von Hummer Harald. Katharina Koch, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Schutzstation ableistet, wusste viel von den Meeresbewohnern, der Vermüllung der Meere, Deichbau und dem Vogelzug zu berichten. Auch Kochs Mitstreiter Thomas Stuckenberg, Lennart Zorn und Nele Dahme führten die Interessierten durch die Ausstellung. Gut an kamen auch die Schwimmbadführungen. Das ehrenamtliche Gästebegrüßungsteam stand für Fragen rund um das Eiland parat,

Bürgermeisterin Ruth Hartwig-Kruse war auch in ihrer Eigenschaft als Nationalpark-Rangerin mit dabei und durchweg zufrieden. „Es war eine tolle, ruhige Atmosphäre. Viele Nordstrander haben sich über die Angebote informiert und hatten einen guten Schnack miteinander. Das freut mich besonders. Viele möchten einen solchen Tag regelmäßig einmal im Jahr“, stellte sie fest.



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen