Wobbenbüll : Regenschäden zwingen zum Handeln

Der Zustand des Heideweges war für die Ausschussmitglieder besonders erschreckend.
Der Zustand des Heideweges war für die Ausschussmitglieder besonders erschreckend.

Der Wege- und Kanalisationsausschuss verschafft sich vor Ort einen Eindruck vom Zustand der Zufahrten.

shz.de von
30. Januar 2018, 10:00 Uhr

Wobbenbüll | „Meist hilft eine Inaugenscheinnahme, um besser entscheiden zu können“, ist sich Jürg Petersen, Vorsitzender des Wege- und Kanalisationsausschusses der Gemeinde Wobbenbüll sicher. Daher hatte er seine Mitstreiter zur Sitzung in das Bürgerhuus mit anschließenden Ortsbesichtigungen eingeladen.

Erste Station war der Heideweg, ein landschaftstypischer, idyllischer Sandweg, der vom Schobüller Berg in der Nachbargemeinde Schobüll durch die Heidelandschaft hinunter nach Wobbenbüll führt. Durch die Regenfälle der vergangenen Monate und Wochen war er an bestimmten Stellen mehr als aufgeweicht, insbesondere dort, wo das Wasser auf der abschüssigen Strecke schwer abfließen kann. Durch das Befahren von Pkw und größeren landwirtschaftlichen Fahrzeugen wird der Zustand ebenfalls nicht besser. „Eigentlich müssten wir den Weg für den öffentlichen Straßenverkehr sperren, aber er wird eben auch von den Anliegern als Zufahrt zu ihren Grundstücken gebraucht. Leider befahren ihn auch Auswärtige als Durchgangsstrecke“, stellte Bürgermeister Reinhold Schaer fest.

Die einzige Chance, da waren sich die Gremiumsmitglieder rasch einig, sei das fachgerechte Ausbaggern und anschließendes Auffüllen mit Recylingmaterial. „Kies reicht da nicht“, so die einhellige Meinung. Dabei müsse der Weg, so betonte der Vorsitzende, punktgenau begradigt werden, so dass er bis zur Kante und zum Graben wieder eine Ebene bildet. Vorher sollte noch ein fachgerechter Baumschnitt erfolgen. Einige Zweige reichen zu weit auf die Fahrbahn, wurde festgestellt. Entsprechende Empfehlungen wurden für den Gemeinderat, der am 5. Februar tagt, ausgesprochen.

Weiter ging es zum Nordstrander Damm. Die dort am Radweg befindlichen Bänke liegen derzeit bis zum Frühjahr im Bauhof. Einmütig befand das Gremium, sie nicht wieder aufzubauen und die Betonsockel zu entfernen. Neue geeignete Plätze sollen im Dorf gesucht werden. Jedenfalls machten sie an Ort und Stelle wenig Sinn, weil der neue Deich die Sicht auf das Vorland und in die Husumer Bucht versperrt. Viele Radfahrer und Fußgänger hatten ansonsten dort Rast gemacht, um auch die Aussicht zu genießen.

Im Friesenweg begutachteten die Gremiumsmitglieder die von Anwohnern gemeldeten Fahrbahnabsackungen. Hier, so die Empfehlung, müsste der Asphalt aufgenommen, dann der Abschnitt mit Kies verfüllt und eine neue Asphaltschicht aufgetragen werden. Baumschnitt sei ebenfalls erforderlich, um insbesondere den Graben besser ausbaggern und vom Schilf befreien zu können.

Im Deichweg wurden die beiden vor wenigen Tagen zwecks Verkehrsberuhigung angebrachten Schwellen überprüft. Anlieger hatten mitgeteilt, dass trotz Tempo 30-Zone generell zu schnell – auch über die Hindernisse – gefahren werde. Selbst bei 50 km/h würden sie dem Fahrwerk der jeweiligen Fahrzeuge nicht wehtun. Man müsse, so das Fazit aus der Runde, die Sache im Auge behalten und möglicherweise zusätzlich zeitweise das mobile Geschwindigkeitsmessgerät aufbauen. Die Polizei fahre ohnehin Streife. Zum einen wohnen viele Familien mit Kindern dort, zum anderen führt sie direkt in die Hattstedtermarsch. Viele nutzen sie auch als Abkürzung durch die Nachbarkommune.

Einig war sich das Gremium, weitere Schwellen im Borgerweg anzubringen. Auch damit soll sich die Gemeindevertretung abschließend befassen. Festgestellt wurde zudem, dass viele Bürgersteige im Gemeindegebiet sowie der Kontrollschacht an der Alten Schule abgesackt sind. „Das muss nach und nach abgearbeitet werden“, so der Vorsitzende. Er teilte schließlich mit, dass der Fußweg am Borgerweg inzwischen ausgebaggert und wieder eben, somit wieder begehbar ist. Der Graben in Richtung Halebüll wurde mit einer neuen Seitenbegrenzung versehen. Dank gebühre dafür Marco Boyens.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen