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Husumer Nachrichten

13. Dezember 2017 | 10:05 Uhr

Besserer handy-Empfang : Raus aus dem Funkloch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Mobilfunkversorgung in St. Peter-Ording ist nicht überall ausreichend. Das soll anders werden. Im Ketelskoog will die Telekom nun einen Mobilfunkmast errichten. Der Bauausschuss des Ortes stimmte der notwendigen Änderung des Bebauungsplans zu.

„In St. Peter-Ording muss eine sichere Handyverbindung gewährleistet sein“, betonte Bürgermeister Rainer Balsmeier in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde. Einwohner wie Urlauber müssen seit Jahren mit den Funklöchern leben (wir berichteten). Nun soll Abhilfe geschaffen werden. Von kommunaler Seite steht dem eigentlich nichts mehr im Weg. Das Gremium stimmte der Änderung des Bebauungsplans Nr. 42 für den Ketelskoog zu. Dort will die Telekom einen Sendemast mit einer Höhe von 40 Metern errichten. Wenn heute Abend die Gemeindevertretung der Änderung zustimmt, könnte es losgehen. Ein genauer Termin für den Beginn sei aber noch nicht bekannt, so Balsmeier.

Ein weiteres Thema war das vorgeschriebene Kanalkataster. Dazu sagte Thomas Helmke von der Tiefbauabteilung des Amtes Eiderstedt: „Wir haben momentan ein Kataster für Schmutzwasser, das für Regenwasser muss komplett neu erstellt werden.“ Im Übrigen mache es keinen Sinn, sich jetzt nur um die Hauptleitungen zu kümmern, ohne die Nebenabgänge zu berücksichtigen. „Wichtig für uns ist es, zu erkennen, wo die defekten Leitungen liegen.“ Bürgermeister Balsmaier bezifferte die Höhe der Kosten: „Wir reden hier von 1,1 Millionen Euro brutto.“ Balsmaier sagte auch: „Wenn der Sanierungsplan fertig ist, geht es erst richtig ans Geld. Wenn eine Straße gemacht wird, dann bitte alles. Bevor wir in fünf Jahren wieder dabei gehen – und bei den Bürgern dafür kein Verständnis finden.“ Der Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat einstimmig die Erstellung eines digitalen Kanalkatasters für die Schmutz- und Regenwasserkanalisation. Beauftragt wird das Ingenieur-Büro Sass und Kollegen.

Im Neubaugebiet an der Wittendüner Allee sind drei Grundstücke an die Wobau Eiderstedt-Dithmarschen verkauft worden. Auf zwei dieser Grundstücke sollen vier Häuser mit insgesamt 32 Wohnungen entstehen. Sie sollen zwischen 60 und etwas über 80 Quadratmeter groß sein und im Erdgeschoss altengerecht gebaut werden. Balsmaier unterstrich aber auch: „Ich würde sagen, dass die Situation hinsichtlich der Mietwohnungen in St. Peter-Ording immer noch angespannt ist.“

Mit der Überarbeitung der Bebauungspläne der Gemeinde kann es nun zügiger vorangehen. Zum 1. Juni nimmt ein extra dafür eingestellter Stadtplaner seine Arbeit auf, wie Balsmeier berichtete.

Thomas Helmke ging in der Sitzung auch auf die Wegeschau ein, die am 12. März stattgefunden hat. „Das Wegebild fällt sehr unterschiedlich aus. In Ording gibt es beispielsweise keine Beanstandungen. Wir reden über landwirtschaftlich genutzte Wege.“ Große Schäden bestehen im Böhler Weg und fast alle Plattenwege befinden sich in einem sehr schlechten Zustand, wie Helmke erläuterte. Im Medfeldweg wurden die Banketten befestigt.“ Hinsichtlich der Kosten sagte der Sachgebietsleiter: „Die Kosten werden bei 24.680 Euro liegen – diese Zahl ist mir vom Kreis genannt worden.“ Bürgermeister Balsmaier betonte: „Wir müssen alles selbst bezahlen, wir bekommen keine Zuschüsse. Aber wir haben Geld im Haushalt eingestellt und können das auch bezahlen.“

Ein Bürger erkundigte sich in der Fragestunde nach dem Bebauungsplan Nr. 36 (für das Gebiet nordöstlich der Straße Im Bad, zwischen der Straße Kieferneck im Norden und Alter Badweg im Süden). Der Ausschussvorsitzende Bodo Laubenstein sagte dazu: „Das Verfahren läuft.“ Die Einwohner sind für den 3. Juni, 19 Uhr, zu einer Bürgeranhörung im Dünen-Hus eingeladen. Dort wird der Plan vorgestellt werden.

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