Hohe Nachfrage : Rantrum will mehr Platz schaffen

Auch die Rantrumer Schule war Thema in der Gemeindevertreter-Sitzung.
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Auch die Rantrumer Schule war Thema in der Gemeindevertreter-Sitzung.

Auch in Rantrum sind Grundstücke heiß begehrt. Die Gemeinde will nun das Neubaugebiet deutlich erweitern. Auch über einen An- oder Neubau der Schule wurde diskutiert.

shz.de von
12. April 2018, 12:00 Uhr

Lange diskutierten die Rantrumer Gemeindevertreter in der jüngsten Sitzung über die Erweiterung des Neubaugebietes.

„Der Bebauungsplan wird vom Kreis Nordfriesland genehmigt, der Flächennutzungsplan von der Landesplanung beim Innenministerium. Auf der freien Koppel wollen wir 25 Baugrundstücke einrichten – und wir haben Bewerber ohne Ende“, erklärte Bürgermeister Horst Feddersen. Er vermutet, dass dann die Baufahrzeuge über die marode Straße „Bannony“ heranfahren und hält eine Erneuerung deshalb derzeit nicht für sinnvoll. Henning Weitze favorisierte eine Zuwegung über den Buschweg – am anderen Ende des Baugebietes. Das sei auch dort, wo die neue Fläche liege. Am Ende einer teils kontroversen Debatte schlug der Gemeinde-Chef vor, dass weiterhin an der Ausfahrt zur Oldersbeker Straße (Zuwegung Buschweg) festgehalten wird. „Wir werden Bannony asphaltieren und die Seitenstreifen in Ordnung bringen lassen. Wenn die neue Asphaltdecke beschädigt wird, werden wir die Ausfahrt über den Gruppweg verlegen.“ Das wurde einstimmig beschlossen.

Unisono votierte das Gremium auch für eine sogenannte Grundlagenermittlung zum Preis von rund 4500 Euro, bei der geklärt werden soll, ob das Schulgebäude saniert werden kann oder ein Neubau von Nöten ist. „Ich freue mich, dass wir das mit der Schule in Angriff nehmen“, sagte dazu Schulausschuss-Vorsitzender Hans-Jürgen Becker.

In punkto Kita-Anbau machte Feddersen deutlich, dass es sehr schwer sei, Handwerker und Bauunternehmen aufzutreiben. „Im Gegensatz zu früheren Jahren musst du auf den Knien zu den Unternehmen hinrobben und bitten, ob sie einen Auftrag übernehmen“, sagte er. Der Anbau wird auf 200.000 Euro veranschlagt; derzeit gibt es aber nur eine Förderung von 75 Prozent. „Wir (gemeint ist die Wählergruppe Ipernstedt-Rantrum) werden zustimmen – aber man muss auch nach außen tragen, dass es dadurch viel teurer wird“, betonte Carsten Dircks. „Was hättet ihr denn gemacht, wenn ihr hättet bauen müssen – und es gäbe keinen Zuschuss?“, fragte jemand aus der Einwohnerschaft. „Natürlich hätten wir gebaut. Aber wenn man uns von oben zu etwas verpflichtet, dann muss man auch dafür sorgen, dass das Geld dafür rüberkommt“, antwortete Feddersen.

Am Ende wurde einstimmig für den Abbau mit reduzierter Förderung votiert.


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