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Baumfrevler unterwegs : Randalierer auf der Streuobstwiese

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die neue Streuobstwiese in Wittbek wird immer wieder von Randalierern heimgesucht. Die Rinde der Bäume wird abgeschält, und es werden Äste abgebrochen. Dabei sollen dort eines Tages alle Wittbeker Früchte ernten.

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erstellt am 17.Jun.2015 | 09:00 Uhr

Ein paar Jahre Geduld müssen die Wittbeker noch haben, dann können sie mitten in ihrem Dorf Äpfel und Birnen für den eigenen Verbrauch ernten. Noch allerdings dürften im Herbst an den acht Obstbäumen auf der kleinen Wiese zwischen den Straßen Knoll und der Dorfstraße, wenn überhaupt, nur vereinzelte Früchte zu ernten sein. Und wenn dort weiterhin bislang noch Unbekannte randalieren, dann könnte aus der ersten Wittbeker Streuobstwiese schon bald wieder Geschichte geworden sein.

Voller Enthusiasmus pflanzten Anke und Ernst-Hermann Grund Ende März dieses Jahres gemeinsam mit Nachbarn auf dem Gemeindegrund acht Bäumchen. Zu finden sind dort eine Herbstbirne Alexander Lucas und die bekannte Williams Christbirne, die Apfelsorten Ingrid Marie, Malus Jemba, Jonagold, Roter Finkenwerder und Cox Orange. Außerdem gibt e s noch die Schönberger Pflaume. Alles leckere heimische Obtsgehölze, die mit einer Höhe von knapp zwei Metern und einem Stammdurchmesser von knapp fünf Zentimetern noch sehr jung, aber vielversprechend wachsen.

Allerdings gibt es die noch unbekannten Randalierer, die den Wittbekern ihre Streuobstwiese offenbar nicht gönnen. Denn systematisch werden die kleinen Bäumchen verletzt. Mal sind Äste abgeknickt, mal die Rinde abgekratzt oder ein Haupttrieb abgebrochen, beklagt das Ehepaar Grund. „Dabei sind es doch nicht unsere Bäume, sie sollen Obst für alle Wittbeker liefern, die es mögen“, sagt das Paar. Geplant ist dort eine Kiste zur Selbstbedienung aufzustellen.

Bei dem Wiesenstück handelt es sich um Gemeindegrund, der auch vom Gemeindearbeiter gemäht wird. Die Pflege der Bäume haben die Grunds zur Aufgabe bekommen und auch gern übernommen. Jetzt hoffen Anke und Hans-Hermann Grund, dass die Bäume weiter wachsen, damit eines Tages die Wittbeker frische Früchte ernten können.

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