Mildstedt : Randale im Mildstedter Naturerlebnisraum

Das Drehkreuz wurde aus der Verankerung gerissen.
Das Drehkreuz wurde aus der Verankerung gerissen.

Unbekannte rissen im Naturerlebnisraum am Osteingang vom Hübrüchweg mit brachialster Gewalt das Drehkreuz aus der Verankerung.

shz.de von
30. Juli 2017, 13:00 Uhr

Tief enttäuscht zeigten sich Bürgermeister Bernd Heiber und Günter Jacobsen als Vorsitzender des Fördervereins Naturerlebnisraum Mühlenau/Mildstedter Tannen (NER): Trotz mehrerer Appelle pfleglich mit dem Areal umzugehen, mussten die beiden gerade jetzt wieder mutwillige Beschädigungen und unüberlegtes Verhalten feststellen. So ist das Drehkreuz am Osteingang vom Hübrüchweg aus – mit brachialster Gewalt aus der Verankerung gerissen und beiseite geworfen worden. „Warum?“ fragen die beiden angesichts dieser sinnlosen Tat, „denn auch jetzt passt da noch kein Auto durch!“ Außerdem wurde trotz eines offiziell angelegten Feuerplatzes im NER ein Feuer direkt neben einer Sitzbank am Spielteich entzündet. Die Grasnarbe ist dort zerstört, Asche und nicht verbrannte Papierreste behindern Kindergartenkinder beim Spielen.

Bauhofmitarbeiter haben das massive Drehkreuz jetzt zur Reparatur in den Bauhof transportiert; danach soll es erneut in die massive Verankerung eingelassen werden. Eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe aus Fördervereinsmitgliedern ist ständig im geräumigen NER unterwegs – kontrolliert, ergänzt und behebt jene Schäden, die mit mitgeführten Bordmitteln an Ort und Stelle wieder in Ordnung gebracht werden können.

Ein weiteres großes Ärgernis: Der Bürgermeister erhält viele Beschwerden über das Verhalten von Reitern – so werden Pferdeäpfel trotz Aufforderung nicht beseitigt. Und überall werde geritten – auch dort, wo es nicht erlaubt ist. So werden parallel zu Bürgersteigen verlaufende und frisch eingesäte private Grundstücksstreifen ebenso zertreten, wie die Wanderwege im Naturerlebnisraum. „Durch die Huftritte wird der Sandboden aufgebrochen, sodass die meistens älteren Spaziergänger – teils sogar mit Rollator – große Schwierigkeiten haben“, kritisiert Günter Jacobsen. „Ziel sollte es dabei doch sein, diesen wunderschönen Mildstedter NER als Naherholungsgebiet zu erhalten!“ Vertrauliche Hinweise auf die Sachbeschädigungen nimmt der Bürgermeister dankend entgegen.

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