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Lilafarbene Frühlingsboten : Punktlandung nicht auszuschließen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dank der milden Witterung recken einige Krokusse ihre Kelche schon jetzt in die Höhe. Eine Hochblüte in drei Wochen ist durchaus wahrscheinlich. Die fiele dann fast punktgenau mit dem Krokusblütenfest zusammen.

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erstellt am 16.Feb.2016 | 09:00 Uhr

Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben viele Flüsse und Bäche über die Ufer treten lassen. Auch der Landratsgarten am Schloss vor Husum steht derzeit noch unter Wasser. Doch jetzt werden die sonnenhungrigen Besucher mit gleich zwei Naturereignissen entschädigt. Zum einen bietet der überschwemmte Landratsgarten einen herrlichen Spiegelblick auf das Schloss vor Husum. Zum anderen haben die ersten Krokusse – Regen, Kälte und Schmuddelwetter zum Trotz – ihr lilafarbenes Kleid aus dem Boden geschoben.

Tatsächlich scheinen sie nur ein Zeichen aussenden zu wollen: Die Tage des Winters sind gezählt, der Frühling kann kommen. Doch noch übt sich die millionenfache bunte Pracht rund um das Schloss in Geduld. Ihr großer Auftritt ist ja auch erst für Sonnabend und Sonntag, 19. und 20. März, vorgesehen. Mit dem traditionellen Krokusblütenfest wird dann auch die neue Krokusblütenkönigin feierlich gekrönt.

„In diesem Jahr könnten Fest und Blüte tatsächlich eine Punktlandung hinlegen“, sagt Dirk Dibbern, Gärtnermeister und Teamleiter beim Kommunalen Servicebetrieb der Stadt Husum (KSH, vormals Bauhof). Noch gestern hat er sich von der Lage an der Krokus-Front ein eigenes Bild verschafft und ist recht zuversichtlich, dass diesmal alles nach Plan verläuft. „Natürlich immer vorausgesetzt, dass das Wetter mitspielt und es bis Mitte März keinen weiteren Wintereinbruch gibt“, sagt Dibbern mit aller gebotenen Vorsicht. Tatsächlich hat das Husumer Wetter rund um die publikumswirksame Pracht ja schon so manche bunte Blüte getrieben. Insofern sind und bleiben Vorhersagen ein Vabanque-Spiel. Doch im Augenblick bietet der Schlossgarten einen für die Jahreszeit ausgesprochen „grünen Anblick“, sagt der Teamleiter. Deshalb soll auf der Fläche auch nicht mehr gearbeitet werden, um die Entstehung eines möglichst dichten Blütenteppichs nicht zu gefährden. „Wir werden höchstens noch ein paar Blätter wegharken“, sagt Dibbern.

Begünstigt wurde das frühe Wachstum der Krokusse durch den ausnehmend milden Winter. „Wir hatten ja so gut wie keinen Schnee und auch nur recht wenige Frosttage“, fasst der KSH-Teamleiter die Lage zusammen. Die Krokusse sind nach seiner Einschätzung „da, wo sie auftauchen, schon schön weit“. Allerdings recken sie ihre Blütenkelche zur Zeit noch recht vereinzelt in die Höhe. Wenn es jetzt noch einmal Minusgrade geben sollte, wird das denen, die sich schon mal hervorgewagt haben, nicht schaden, prognostiziert Dibbern. „Das können sie ab.“ Wenn das Wetter so bliebe wie es ist, dann könnte die Hochblüte also tatsächlich schon in die erste März-Woche fallen. Im vergangenen Jahr sei das ähnlich gewesen. „Da setzte die Hochblüte am 8. März ein und 2014 sogar noch ein paar Tage früher.

Aber eine Hochblüte, die in den Februar fällt, liegt nach Dibberns Krokusblüten-Statistik dann doch schon eine ganze Weile zurück. 1989 war es einmal der 20. Februar und im Jahr danach sogar der 18. Februar. Aber wie gesagt: „Das ist lange her“, so Dibbern.

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