Mit Werner-T-Shirts : Protest geht weiter

Die Bürgerinitiative „Stoppt das CO²-Endlager“ will weder, dass Kohlendioxid an Land noch zu Wasser gespeichert wird.
Die Bürgerinitiative „Stoppt das CO²-Endlager“ will weder, dass Kohlendioxid an Land noch zu Wasser gespeichert wird.

„Frackt euch selber“ steht auf den Werner-T-Shirts, die der bekannte Comiczeichner Rötger Werner Feldmann für die Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager entworfen hat.

shz.de von
15. Mai 2015, 21:00 Uhr

Ihren Willen, den Widerstand gegen die unterirdische Lagerung von Kohlendioxid und gegen Fracking entschieden fortzusetzen, zeigen die Nordfriesen und andere Mitstreiter nun auch mit kreativen T-Shirts: gestaltet von keinem Geringeren als Rötger Werner Feldmann alias Brösel. „Frackt euch selber“ ist darauf zu lesen – passend dazu schaut die bekannte Werner-Figur des Comiczeichners und Fracking-Gegners grimmig drein.

Ein solches T-Shirt trug auch Karin Petersen bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative (BI) gegen CO2-Endlager und Fracking in Enge-Sande. Ihr Name ist in der Region seit vielen Jahren mit dem Kampf gegen diese umweltgefährdenden Methoden verbunden. Nun hat die engagierte Frau den Vorsitz in der Bürgerinitiative abgegeben. Zu ihrem Nachfolger ist Dr. Reinhard Knof, bisheriger und auch weiterhin Pressesprecher der BI, bestimmt worden. Den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt Frank Tietgen.

In ihrer letzten Sitzung als Vorsitzende stellte Karin Petersen die neue Regionalgruppe „Angeliter bohren nach“ vor, die sich seit März gegen die geplante Aufsuchung und Förderung von Erdöl und das damit verbundene Fracking in einer etwa 183 Quadratkilometer großen Fläche mitten in Angeln wehrt.

Die aktuelle Entwicklung auf Bundesebene betrachtet die BI mit Sorge: Die Ländervertretungen haben sich bei einer Bundesratssitzung Anfang Mai nicht auf ein Frackingverbot einigen können. Der Antrag Schleswig-Holsteins, Bremens und Nordrhein-Westfalens, Fracking über das Bundesberggesetz komplett zu verbieten, ist am Widerstand Niedersachsens gescheitert. Sowohl das Fracking der für Schleswig-Holstein typischen Ölvorkommen in Sandsteinen bleibt damit ausdrücklich erlaubt, als auch das Verpressen von Lagerstättenwasser ohne Tiefenbegrenzung.

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