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Husumer Nachrichten

15. Dezember 2017 | 00:12 Uhr

Protest gegen Nationalpark-Vorschläge

vom

Die Gemeinde Tümlauer-Koog nimmt kritisch Stellung zu neuen Zielsetzungen für das schleswig-holsteinische Wattenmeer

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Tümlauer-Koog | Im Juni hatte Schles-wig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck den Bericht "Evaluierung Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" auf einer Veranstaltung in Husum vorgestellt (wir berichteten). Die Gemeindevertretung von Tümlauer- Koog hat sich zwischenzeitlich damit beschäftigt und in der jüngsten Sitzung einen Brief an das Ministerium formuliert. Darin werden Bedenken gegen die Handlungsempfehlungen im Bericht geäußert. Die Gemeindevertreter schreiben unter anderem: "Eine Beweidung des 150-Meter-Streifens ist aus Küstenschutzgründen zwingend notwendig... Mit einer Einschränkung der Beweidung würde eine weitere Verdrängung der rastenden Gänse ins Binnenland stattfinden, weil de facto in den verwilderten Salzwiesen weder ein Vogel rastet noch brütet." Abgelehnt wird auch eine Einschränkung der Fahrwasser-Unterhaltung im Hafen, denn das würde "über kurz oder lang dazu führen, dass eine natürliche Entwässerung nicht mehr möglich ist". Die dortige Schleuse sorgt für die Entwässerung von rund 3000 Hektar im Inland, dazu kommen noch die Abwässer der Kläranlage in St. Peter-Ording. Sollten die Ergebnisse des Berichts umgesetzt werden, zerstöre dies nach Meinung der Gemeindevertretung "die Planungssicherheit für viele Menschen an der Küste. Eine Umsetzung der Verbesserungsvorschläge würde den Todesstoß für eine sowieso schon wirtschaftlich und infrastruktuell schwache Region bedeuten". Das Schreiben der Gemeindevertretung soll vom Amt Eiderstedt an das Ministerium und an den Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag geschickt werden.

Weiter auf der Tagesordnung standen die Regularien zur Bundestagswahl im September, die einstimmig beschieden wurden, sowie eine Erklärung von Bürgermeister Christian Marwig zu Schäden am Mitteldeich. Dort seien mehrere Dachsbauten aufgefallen, die den Zustand des Deiches bedrohen. Da der Deich im Besitz der Gemeinde ist, muss sie für den Unterhalt sorgen. Es wurde ein Ortstermin anberaumt, um Abhilfe-Maßnahmen zu besprechen. In seinem Bericht teilte Marwig weiter mit, dass im Kindergarten St. Peter-Ording drei Kinder aus dem Tümlauer Koog betreut werden. Geplant sei zudem eine Info-Veranstaltung für die Koog-Einwohner zum Thema "Deich erhöhung", die Ende August stattfinden soll.

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