Praxis-Test : Projektarbeit mündet in ein Biotop

Stolz auf ihre Dykens  Pfütz: Die Bewohner von Dykenshamm (mit neuenT-Shirts) und die Schülerinnen. (kon)
Stolz auf ihre Dykens Pfütz: Die Bewohner von Dykenshamm (mit neuenT-Shirts) und die Schülerinnen. (kon)

Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik arbeiteten während der Projektwochen mit Kindern und Bewohnern der Heilpädagogischen Wohnstätte Dykenshamm.

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09. Juli 2008, 08:52 Uhr

Niebüll | Die Mädchen und Jungen im Risumer Kindergarten wissen jetzt, wie ihre Altersgenossen in Afrika leben. Sie wissen auch, wie umwerfend lecker Bananenbrot schmeckt, wie man einen "Regenmacher" herstellt und wie die Musik im "schwarzen Kontinent" klingt. Das Thema war ein Projekt der Fachschule für Sozialpädagogik.

Julia Jensen, Catharine Pien, Nicole Fehr und die Lettin Solvita Ketlere-Kursch - hatten für ihr Thema "Hier und dort und anderswo" fleißig recherchiert, um unter Einbeziehung der Kinder die afrikanische Lebensweise zu vermitteln. Vor einer Jury aus Mitschülern der Oberstufe und Lehrern präsentierten die vier Schülerinnen ihr Projekt auf ungewohnte Weise. Sie übersprangen kurzerhand zehn Jahre und erinnerten sich, wie das damals war im Jahr 2008 in der Mittelstufe der Niebüller Schule für Sozialpädagogik. "Wir haben das Interesse der Kinder für andere Völker geweckt", erklärt Solvita Ketlere-Kursch. Vorurteilen und Rassismus wurde vorgebeugt. "Wir vier sind zusammengewachsen in dieser Zeit", stellte Julia Jensen fest. Es hätten sich für sie neue Blickwinkel eröffnet. "Wir haben uns bestens verstanden und konnten uns immer aufeinander verlassen", pflichtete Nicole Fehr bei. Die vier Schülerinnen dankten den Sponsoren, die sie selbst ansprechen mussten. Zur Seite standen ihnen die beiden Lehrkräfte Martina Wilkens und Michael Wicher.

Auch die Bewohner mit Behinderungen in der Heilpädagogischen Wohnstätte "Dykenshamm" werden die Schülerinnen aus Niebüll in guter Erinnerung behalten. In ihrem Garten entstand die "Dykens Pfütz", ein Biotop mit vielen Pflanzen und Fischen. Annika Hansen, Sarah Rönnspeck, Carina Meyer und Linn Unverzagt schufen unter Mithilfe der Bewohner und der Betreuung der beiden Lehrkräfte Gaby Streicher-Wicher und Andrea Hintze eine idyllische Oase, in der es sich gut ausruhen lässt.

"Die Bewohner haben schon früh morgens ungeduldig auf die Mädels gewartet", sagte Claudia Dillenburger vom Vorstand der Wohnstätte in Emmelsbüll-Horsbüll. Den vier Schülerinnen hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht. "Wir kannten die Einrichtung nicht", sagte Annika Hansen. Bevor sie ans Werk gehen und die Ruhezone gestalten konnten, musste auch diese Gruppe auf - erfolgreiche - Sponsorensuche gehen. Die Freude der Bewohner und Mitarbeiter der Wohnstätte war groß, als sie beim Abschlussfest jeder ein T-Shirt mit dem von den vier Schülerinnen selbst entworfenen Logo "Dykens-Pfütz" bekamen.

In den fünf Wochen wurden von den Mittelstufenschülerinnen und -schülern der Fachschule für Sozialpädagogik noch neun weitere Projekte absolviert.

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