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Kitesurf-World-Cup : Private Partys bereiten Sorgen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mehrfach musste die Polizei beim Kitesurf-World-Cup in St. Peter-Ording Platzverweise aussprechen und sogar eine Wagenburg zwangsräumen. Insgesamt ging es am Strand aber gesittet zu.

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erstellt am 12.Aug.2014 | 09:00 Uhr

St. Peter-Ording | Zehn Tage lang war St. Peter-Ording das Mekka der Spitzen-Kitesurfer aus aller Welt. Am Sonntag (10. August) ging er zu Ende. Zum Kitesurf-World-Cup reisten jedoch nicht nur Wassersportler an, sondern auch viele, viele Fans und Zuschauer. Nach Angaben der Polizei, die jetzt eine erste Abschlussbilanz gezogen hat, waren es mehr als 200.000 Menschen, die zu der weltweit größten Veranstaltung dieser Art ins Nordseebad kamen.

Die Beamten der Polizeistation St. Peter-Ording sorgten federführend für Recht und Ordnung am Strand. Dabei wurden sie von Kollegen von benachbarten Dienststellen unterstützt. Und das Gesamtfazit ist recht positiv: Gemessen an der hohen Besucherzahl kam es zu relativ wenigen gewaltsamen Auseinandersetzungen, wie Polizeipressesprecher Michael Glamann mitteilt. Konkrete Einsatzzahlen liegen allerdings noch nicht vor. Wie schon in den Vorjahren waren einige Langfinger unterwegs, es wurden etliche Diebstähle angezeigt. Geklaut wurden vor allen Dingen Handys, Geldbörsen, Fahrräder und Kiteequipment. Außerdem suchten die Beamten nach vermissten Personen und stoppten berauschte Kraftfahrer.

Besondere Probleme bereiteten jedoch wieder die wilden Camper und Partys am Ordinger Strand. Dort lag ein Einsatzschwerpunkt während des Kitesurf-World-Cups. Etliche Besucher parkten widerrechtlich auf dem Strand, feierten und übernachteten dort mit und ohne Fahrzeugen. Viele sprachen bei den Privatgelagen kräftig dem Alkohol zu. Die Beamten und Rettungskräfte waren mit einer erschreckend hohen Anzahl berauschter Personen konfrontiert, so Glamann weiter. Außerdem zeigten sich einige insbesondere alkoholisierte Betroffene renitent und uneinsichtig. Die Nachtruhe im Badeort wurde mit überlauter Musik und Partylärm gestört. Sogar mobile Diskotheken-Anlagen kamen zum Einsatz. Mehrfache Ermahnungen der Beamten wurden teilweise ignoriert, so dass die Einsatzkräfte Anlagen sicherstellen mussten. Wie schon in den Vorjahren bildete einige Besucher für ihre Partys Wagenburgen. Eine musste zwangsgeräumt werden, nachdem es auch dort zu mehreren Einsätzen kam und Platzverweise ignoriert wurden. Erschreckend waren insgesamt auch die Abfallberge nach jeder der insgesamt acht Nächte am Strand, wo Flaschen, glühende Grillkohle und sogar Fäkalien hinterlassen wurden.

Die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording will nun diese Problematik in einer Nachbesprechung mit der Polizei, Sicherheitskräften, DLRG, Feuerwehr und weiteren Verantwortlichen thematisieren und Lösungen finden. „Wir waren sehr gut vorbereitet und haben die Kapazitäten für Sicherheit und Strandreinigung erhöht“, sagt Constanze Höfinghoff, frischgebackene stellvertretende Tourismus-Direktorin. Außerdem gab es laufend Einsatzbesprechungen. Doch seien eindeutig mehr Besucher vor Ort gewesen, die sich nicht an die Spielregel gehalten hätten, als in den Vorjahren. Nicht zuletzt das fantastische Sommerwetter habe sicherlich viele zusätzlich angelockt.

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