zur Navigation springen

Plattdeutsches Theater : Preisträger mit neuem Stück

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Mildstedter Theoderspeelers und Frenz Bertram üben ein neues Stück ein. „Kuddelmuddel an Wiehnachten“ soll erstmals am ersten Advent in der kleinen Sporthalle in Mildstedt gezeigt werden.

Sekt, Saft und viel Lakritz, so kommen die Proben am besten über die Runden. Gelacht wird natürlich auch. Manchmal so laut, das sich abendliche Spaziergänger auf der Hauptstraße von dem Gequietsche und Gejuchze anstecken lassen. „De Theoderspeelers sünd wedder in Gang“. Es herrscht reger Betrieb im zentral gelegenen alten Schulgebäude. Diesmal wird dabei auch noch gefeiert, denn der Autor der vielen Theaterstücke, die bisher zur Aufführung gelangten, hat gerade den 24. Literaturpreis der Stadt Kappeln bekommen. „Jo, un uut düssen Grund geb ick een uut“, verrät Frenz Bertram freudestrahlend. Bei der Verleihung dabei war der Bürgermeister seiner Geburtsgemeinde Schwabstedt, Jürgen Meyer, und der Gemeinde-Chef seines jetzigen Heimatortes Mildstedt, Bernd Heiber.

Fröhlich sind die Proben mit manchmal unvorhergesehenen Einlagen. Mehrfach wurde jene Szene geprobt, bei der Darsteller Uwe Teweleit seine Partnerin Helma Hensen kurz vor dem „Zu-Boden-Fall“ auffangen muss. Und dann passiert es doch: Noch ehe der Kollege zupacken kann, liegt Helma Hensen bereits am Boden. Zur Beruhigung gibt es erstmal einen Sekt. „Das ist uns noch nie passiert“, gesteht Frenz Bertram, dabei wird doch schon eine ganze Zeit lang geübt, derzeit zweimal in der Woche jeweils zwei bis drei Stunden.

„Wir spielen mein neuestes Stück“, verrät Bertram. Seine Vorarbeit für dieses Weihnachtsstück „Kuddelmuddel an Wiehnachten“? Der Autor lächelt verschmitzt: „Ein halbes Jahr im Kopf und eine Woche für das Zu-Papier-Bringen.“

Es ist Heiligabend – und Brigitte Groth (Helma Hensen) erwartet sehnsüchtig ihren Ehemann, der wegen guter Führung vorzeitig aus der Haft entlassen werden soll. Dafür kocht sie ihm sogar sein Lieblingsgericht – eine Mallorquinische Erbsensuppe. Schwager Rolf Groth (Sven Krüger) versucht derweil, seinen Bruder durch eine Intrige schnell wieder ins Gefängnis zurückbringen zu können. Während Lisa Averbott (Karin Schoppe) Präsente vom Sozialamt überbringt, bittet Brigittes einstiger Kurschatten Max-Ulrich Klee (Uwe Teweleit) dringend um ein kurzfristiges Quartier. Brigitte scheint die Lösung dieser Situation zu entgleiten. Mit Hilfe ihrer Tochter Nele (Andrea Thomsen) gelingt ihr der Befreiungsschlag.

Seit den Sommerferien wird unter der Regie von Heidi Hansen eifrig geprobt, Manuela Prieve fungiert als Topusterin. Mit viel Liebe zum Detail ist auch das Bühnenbild entstanden. Die erste Aufführung beginnt am Sonntag (30. November) um 19.30 Uhr auf der Bühne der kleinen Sporthalle (neben der Mildauhalle). Eintrittskarten gibt es ausschließlich an der Abendkasse.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen