Husumer Kulturnacht : Powerpoint-Karaoke mit Bürgermeister

Zurück in die 1950er- und 1960er-Jahre geht es mit „The Twues2“.
Zurück in die 1950er- und 1960er-Jahre geht es mit „The Twues2“.

Neue und bekannte Akteure laden zur 12. Husumer Kulturnacht mit Musik, Tanz, Malerei, Theater und kreativen Einsätzen der Besucher ein.

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30. Juni 2015, 12:30 Uhr

Akteure der bunten Husumer Kulturszene laden für Sonnabend, 4. Juli, zu „ihrer“ Nacht ein. Nach einem Jahr Pause präsentieren sich – nun unter der Trägerschaft eines eigens dafür gegründeten, ehrenamtlichen Vereins – 23 Einrichtungen von 19 bis 24 Uhr mit einem abwechslungsreichen Programm: Auf Musik von Jazz bis Rock’n’Roll, Führungen, Vorträge, Lesungen, Malerei und Fotografie, Theater, Tanz und vieles mehr dürfen sich die Nachtschwärmer freuen.

Um 18 Uhr wird Husums 12. Kulturnacht im Rittersaal des Schlosses von Bürgermeister Uwe Schmitz gemeinsam mit Krokusblütenkönigin Katja Ingwersen und Dr. Uwe Haupenthal, Vorsitzender des Vereins „KulturNacht Husum“ eröffnet. Den musikalischen Rahmen gestalten die Liedermacherin Cathrine Jauer und die Samba-Gruppe der Theodor-Storm-Schule, die bereits nachmittags in der Innenstadt mit Trommelklängen für die Abendveranstaltung wirbt.

Uwe Schmitz ist dann nochmals auf der Bühne im Speicher zu erleben. Der Verwaltungschef gehört zu den Freiwilligen, die zu einer ihnen unbekannten Powerpoint-Präsentation aus dem Internet einen Vortrag halten. Eine Deutsche Meisterschaft im Powerpoint-Karaoke gibt es in Berlin – dorthin fährt der/die Beste aus Husum. Wer ebenfalls sein Improvisationstalent testen möchte, sollte sich im Speicher (Telefon 04841/65000) anmelden. Den Abend moderiert Björn Högsdal, Autor und Kulturveranstalter in Kiel. Anschließend ist Partyzeit im Speicher.

Im BISS-Kinder- und Jugendforum der Stadt – das erstmals teilnimmt – spielt die Punkband „Küstenschmutz“. Neu dabei ist auch das szenige Tapas-Lokal Hartmann’s Landküche. Dort trifft dann mit dem „Glashaus-Jazzensemble“ Ohren- auf Gaumenschmaus. Auch in der Altenbegegnungsstätte wird es jazzig: Die bekannte Husumer Live-Band „Beatfactory“ entführt die Besucher in eine Nacht der „Klanglichter“.

Bekannte und unbekannte Gospels erklingen mit dem Gospelchor aus Olderup im Weltladen. Nordfrieslands kleinste Salonband „3Klang“ tritt in der Stadtbibliothek auf und bringt Melodien aus Ragtime, Swing, Musical und Blues zu Gehör. Dort finden zudem Lesungen mit dem Krimischriftsteller Hannes Nygaard statt. Das Theodor-Storm-Zentrum bietet seinen Gästen eine Reihe von interessanten Vorträgen und Lesungen: Neben der Schriftstellerin Therese Chromik und dem Stadtarchivar Holger Borzikowsky ist auch Prof. Dr. Karl Ernst Laage mit einem Vortrag zu Theodor Storm auf Sylt vertreten. Kurzposa und Gedichte liest Timo Rowek in der Galerie im „Weinkomptor“, wo außerdem die Ausstellung von Wencke Rowek „Ich sehe Dich – Fotoimpressionen von Husum und seinen Insekten“ zu sehen ist. Am Binnenhafen finden Lesungen statt, für die über das Nationalpark-Haus Kerzen- und Fackelschein organisiert wird.

Die Frauentheatergruppe „5 plus 1“ wirft in der Galerie Tobien szenische Blitzlichter auf Husumer Frauen. Vor dem Eingang des Nordsee-Museums werden die 1950er- und 1960er-Jahre mit schicken Oldtimern lebendig – im Haus wird diese kleine Zeitreise mit musikalischen Köstlichkeiten aus Rockabilly, Blues und Country von „The Twues2“ begleitet. Die Husumer Tanzschule „Dance & Fun“ lädt mit Tanzshows zum Zuschauen und Mitmachen ein.

Im Museum des Pole-Poppenspäler-Förderkreises sehen kleine und große Menschen das Kasperspiel „Das Räuberstück“ und entdecken zu später Stunde das Museum im Schein der Taschenlampe. Die Geschichte des Husumer Schlosses wird von Dr. Ulf von Hielmcrone während eines Rundgangs im Kerzenschein spannend dargeboten. Die Johannisloge „Zur Bruderliebe an der Nordsee“ öffnet die Türen ihres Logenhauses: Mit Vorträgen und einer Ausstellung werden Einblicke in die freimaurerische Arbeit gewährt. Im Ambulanten Hospizdienst Husum und Umgebung im ehemaligen Witwenstift erfahren die Gäste Wichtiges über die Arbeit der Einrichtung.

Im Schifffahrtsmuseum erwartet Besucher eine Rätsel-Rallye: Den besten Spürnasen winken maritime Gewinne. In Vorträgen und bei Führungen werden zudem Sammlungen und Ausstellungsbereiche des Museums erläutert. Gleich gegenüber, im Husumer Rathaus, bietet der Kunstverein Husum die Möglichkeit, kleine Kunstwerke selbst zu gestalten. Peter Froese und Freunde sorgen musikalisch für Inspiration. In der Galerie „feine art“ warten Bilder des Filzkünstlers Söhnke A. Richter sowie gefilzte Objekte der Kunsthandwerkerin Susanne Richter darauf, entdeckt zu werden. „Nordfriesland und andere Schönheiten“ ist der Titel einer Ausstellung in der Galerie Ocke Peters – gezeigt werden Arbeiten hiesiger Künstler wie Ingwer Paulsen, Albert Johannsen und Willy Graba.

Den traditionellen Ausklang der Kulturnacht bilden das Turmblasen des Husumer Posaunenchors und die Andacht in St. Marien um 24 Uhr. Des Weiteren zeigt erstmals der Filmklub Husum zusammen mit dem Kino-Center den Kultfilm „Casablanca“ bei ermäßigtem Eintritt.

Eintrittsbändchen und Programmhefte für die Kulturnacht (www.kulturnacht-husum.de.) gibt es in allen teilnehmenden Einrichtungen sowie in der Galerie Lüth, der Schlossbuchhandlung und der Tourist-Information. Für Kinder unter 12 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.

Beteiligte Häuser und Einrichtungen

Pole-Poppenspäler-Förderkreis, Stadtbibliothek Husum, Schifffahrtsmuseum Nordfriesland, Galerie Tobien, Kirchengemeinde St. Marien, Galerie „feine art“, Johannisloge „Zur Bruderliebe an der Nordsee“, Nationalpark-Haus Husum, Weltladen, Nordsee-Museum, Ostenfelder Bauernhaus, Schloss vor Husum, Ambulanter Hospizdienst Husum und Umgebung, Kunstverein Husum und Umgebung, Theodor-Storm-Zentrum, Speicher Husum, Galerie im „Weinkomptor“ Schiemann, Weihnachtshaus, Altenbegegnungsstätte Husum-St. Marien, Hartmann’s Landküche, BISS-Kinder-und Jugendforum der Stadt Husum, Filmklub Husum und Galerie Ocke Peters.

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