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St. Peter-Ording : Powern und entspannen bei den Kitesurf-Masters

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die innere Ruhe beim Surfer-Yoga finden oder selbst aufs Brett steigen – das Angebot auf dem Eventgelände ist vielseitig.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2017 | 13:00 Uhr

Die Flaggen über den weißen Zeltspitzen wehen kräftig im Wind. Verschiedene Hersteller präsentieren ihr Material auf dem Eventgelände der Kitesurf Masters am Ordinger Strand. Auf der Rückseite der Bühne ist die Stokedtour aufgebaut. Dort fahren Kinder mit Rollern durch den Parcours. Es herrscht Trubel – den jungen Besuchern kann es nicht schnell genug gehen. Auf der anderen Seite – vor der Bühne – hocken fünf Leute im Kreis. „Draußen hat Yoga nochmal eine ganz andere Qualität“, sagt Claudia Baier, die schon zum zweiten Mal beim kostenlosen Surfer-Yoga mitmacht. Entspannend sei es nicht direkt, da auf dem Eventgelände laut Musik läuft. „Aber auch das kann man ausblenden“, ist sie überzeugt.

Teilweise waren die Übungen ganz schön Kraftaufwendig. „Ich bin gespannt, wie es mir morgen geht“, denkt Baier an den kommenden Muskelkater. Auch Sinja Reher fand die Einheit Power-Yoga zeitweise ganz schön anstrengend. „Man hat kaum Ruhephasen. Stattdessen ist man ständig in Bewegung“, erzählt die 15-Jährige, die in ihrer Heimat Berlin häufig Yoga macht.

Power- beziehungsweise Surfer-Yoga ist kraft-, nicht dehnungsorientiert. „Es ist ein kraftvolles Yoga, wo aber jeder mitmachen kann“, erklären die Yoga-Lehrer. Und in der Tat sehen die Bewegungen, die die fünf auf der Bühne machen, einfach aus. Doch die Taktung und Länge machen die Einheit intensiv.

Die Strategie des Power-Yoga ist, den Teilnehmer so auszupowern, dass er sich eine Weile nur auf seine Bewegungen konzentriert. „Die Leute sind dann froh, wenn sie im Nachhinein einfach nur sitzen können“, so die Experten.

Auspowern konnten sich am Mittwoch auch die Besucher des Testivals. Die 25 bis 30 Knoten Wind nutzten gleich knapp 200 Kiter, um verschiedene Angebote der Aussteller auszuprobieren. An den gesamten fünf Tagen der Veranstaltung haben Gäste die Möglichkeit, kostenlos Material von 13 Herstellern zu testen. „Das Material ist nicht günstig. Also nehmen wir den Personalausweis als Pfand bei der Anmeldung“, erklärt Daniel Mende von Kitelife Village. Zudem muss der Gast Kite-Fähigkeiten auf dem Level 4 nachweisen können.

Das Angebot wird extrem genutzt. „Im letzten Jahr hatten wir 1.500 Anmeldungen“, sagt Mende. Und auch in diesem Jahr ging es wieder gut los: 200 Kiter meldeten sich für den ersten Tag an – und das an einem Mittwoch.

Gestern hielt sich der Ansturm in Grenzen, da weniger Wind war. Fürs Wochenende wird erneut guter Kitewind erwartet. „Wir hatten bereits sehr viel Glück diese Saison. Bisher konnten wir an jedem Tag der Tour kiten“, sagt Alisa Kollmetz vom Veranstalter Choppy Water. Gerade Freestyler brauchen mehr Wind. Das sei in Norddeutschland im Sommer nicht selbstverständlich.

Am Mittwoch waren die Windverhältnisse aber so gut, dass eine ganze Freestyle-Elimination durchlaufen konnte. „Falls wir nochmal so guten Wind kriegen, können wir noch eine Freestyle-Elimination fahren. Dann ist alles wieder offen“, so Kollmetz. Gestern wurden die Leichtwinddisziplin Racing bei neun bis zehn Knoten durchgeführt.

Am ersten Tagen sollen laut Veranstalter bereits 10.000 Besucher auf dem Eventgelände gewesen sein. Die Stimmung ist bisher gut. „Die Tanzfläche war voll. Und als wir um 22 Uhr Feierabend gemacht haben, wurde protestiert“, beschreibt Alisa Kollmetz.

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