zur Navigation springen

Positive Jahresbilanz : Poppenspäler wünschen sich neue Mitglieder

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Förderverein Pole Poppenspäler in Husum blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Sorge bereitet dem Verein allerdings die stagnierende Mitgliederzahl.

Eine positive Bilanz des Jahres 2014 zog der Poppenspäler-Förderkreis in seiner Mitgliederversammlung. Das neue Museum im Schloss vor Husum werde sehr gut angenommen, waren sich die Mitglieder einig und ließen zur Untermauerung Zahlen sprechen: Im zurückliegenden Jahr bekamen nicht weniger als 4.500 kleine und große Besucher aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Dänemark in das neue Puppen-Domizil.

Dreh- und Angelpunkt des Sammlungskonzepts ist neben Puppen aus dem Land Schleswig-Holstein die Bestückung des internationalen Figurentheater-Festivals, aus dessen Anlass alle Jahre wieder Tausende von Besuchern aus nah und fern an die Nordseeküste kommen (wir berichteten). Der Fundus wurde durch großzügige Schenkungen, die perfekt ins Sammlungskonzept passten, immer wieder ergänzt. So zuletzt durch eine Sammlung von Annette und Dr. Gerd Eversberg, dem früheren Sekretär der Storm-Gesellschaft, die die Poppenspäler anlässlich der 31. Pole-Poppenspäler-Tage überreicht bekamen und die unter anderem kostbare Figuren des Bildhauers Fritz Herbert Bross sowie eine Vielzahl javanischer Wayang-Figuren umfasst. Auch Markus Dorner, Puppenspieler und Leiter des Museums für Puppentheaterkultur (PuK) Bad Kreuznach, bedachte die Husumer mit Marionetten aus seiner „Anatevka“-Inszenierung, mit der er noch vor einigen Jahren in der Storm-Stadt zu Gast war. Einzelstücke haben ebenfalls ihren Platz im Fundus des Museums gefunden.

In diesem Jahr rückt der Figurenbildner Till de Kock in den Fokus des Fördervereins. Kock hätte 2015 seinen 100. Geburtstag gefeiert und lebte von 1945 bis 1960 in Schleswig-Holstein. Hier schnitzte er für zahlreiche Berufsbühnen die Figuren. Deshalb unterstützt der Förderverein eine Publikation, die das Œuvre des Künstlers zum Inhalt hat. Beim Festival waren Puppenspieler aus sieben Nationen (Israel, Italien, Tschechien, Frankreich, Österreich, Indien und Deutschland) vertreten. Kooperationen mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft, dem Plattdeutschen Verein, dem Kulturverein/Synagoge in Friedrichstadt, der Insel Föhr und der indischen Gesellschaft ermöglichten außergewöhnliche Aufführungen.

Hier will der Verein 2015 weitermachen. Aber die Produktionen werden immer teurer. Das heißt: Es muss noch mehr verhandelt, müssen noch mehr Sponsoren und wohl auch Einsparpotenziale gefunden werden, ohne dass das künstlerische Niveau darunter leidet. Hinzu kommt, dass auch die Poppenspäler unter dem demographischen Wandel leiden. Neue Mitglieder werden daher gesucht – bitte unter vorstand@pole-poppenspaeler. de oder Telefon 04841/63242 melden.

zur Startseite

von
erstellt am 03.Apr.2015 | 11:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen